Zweifel an Irans Atomwaffen-Bau

GiNN-BerlinKontor.—Alle 16 (!) US-Geheimdienste haben Zweifel, dass Iran tatsächlich Atomwaffen bauen will. Seit Jahren steht Teheran im Verdacht, nukleare Waffen entwickeln und produzieren zu wollen. Die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) hatte erst kürzlich gemeldet, dass die Iraner die Urananreicherung erfolgreich vorantreibe. THE NEW YORK TIMES (25.02)  verweist auf eine Anhörung vor dem für die nationale Sicherheit zuständigen US-Senatsausschuss (Senate Select Committee on Intelligence), in der US-Verteidigungsminister Leon E. Panetta. der Generalstabschef (chairman of the Joint Chiefs of Staff ) Martin E. Dempsey sowie der Direktor der C.I.A., David H. Petraeus, die Analysen und Erkenntnisse der Nachrichtendienste bestätigten, dass keine festen Beweise vorliegen, dass Teheran entschlossen sei, eine Atombombe zu bauen (“There is no hard evidence that Iran has decided to build a nuclear bomb.”) Die US-Geheimdienste hätten seit 2007 erklärt, dass Teheran das Atomwaffen-Programm “aufgegeben” habe, erinnert die NYT.In Amerika, Israel und Europa wisse man, dass Teheran seit Jahren die nukleare Stromerzeugung anstrebt. Am 21. August 2010 wurde das Kernkraftwerk Buschehr eröffnet.  Der für die Entwicklung  des pakistanischen Atomwaffenprogramms zuständige Abdul Kadir Khan hatte 2004 zugegeben, in den späten 1980ern Pläne für Gaszentrifugen an den Iran verkauft zu haben. Das Regime in Teheran wies jedoch alle Verdächtigungen, man arbeite gezielt an der Entwicklung von nuklearen Massenvernichtungswaffen, zurück.  Das iranische Atomprogramm werde lediglich “friedlich genutzt.”

Israel jedoch bleibt alarmiert und verweist auf den aktuellen Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, in dem es heißt, Iran habe seine Kapazitäten zur höherprozentigen Anreicherung verdreifacht. Damit habe sich die Gefahr zur Herstellung waffenfähigen Urans – also zur Herstellung von atomaren Sprengköpfen – erhöht. In der unterirdischen Atom-Anlage Fordo werde mehr als 100 Kilogramm höher angereichertes Uran hergestellt, wissen die IAEA-Inspektoren, denen jedoch immer wieder der Zugang zu den nuklearen Entwicklungsstätten im Iran verwehrt werden.

Für eine Atombombe wäre ein Anreicherungsgrad von mindestens 85 % nötig.  Ein Anreicherungsgrad von 20 % wird zum Beispiel für die Produktion medizinischer Isotope zur Krebsbehandlung gebraucht. (NYT)

Jerusalem bleibt in Alarmbereitschaft. Die Israeli glauben nicht, dass Teheran das Atomwaffen-Programm gestoppt hat. Denn:Teheran drohte mehrfach mit einem “Präventivschlag gegen den Westen”. Man werde nicht mehr länger den “Aktivitäten des Feindes” zusehen. Der Ayatollah Ali Khamenei erklärte im iranischen Fernsehen, “mit Gottes Hilfe” werde Iran weiterhin “entschlossen und unbeirrt auf Atomkurs” bleiben. Es gebe kein Hindernis, dass “Iran’s nuclar work” aufhalten könnte -”kein Druck, keine Sanktionen und auch keine Attentate”.

Im Iran war der iranische Atomwissenschaftler Mostafa Ahmadi Roshan Behdast – so die Fars News Agency - durch eine Autobombe getötet worden. Zitiert wurde die Witwe des Getöteten, die erklärt habe: “Oberstes Ziel meine Mannes war es, Israel zu vernichten.”

Israels Verteidigungsminister Ehud BARAK forderte in Jerusalem schärfere Sanktionen gegen die Islamische Republik Iran. “Ein nuklear bewaffneter Iran ist nicht nur eine Bedrohung für Israel, sondern für die ganze Welt.” (zitiert nach TIP)

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