Zur Steuer-Belastung der Unternehmen

GiNN-BerlinKontor.– „Die Steuerlast der Unternehmen in Deutschland ist im internationalen Vergleich zu hoch. An einer deutlichen Senkung der Steuertarife für die Unternehmen führt kein Weg vorbei, will Deutschland zurück zu mehr Wachstum und Beschäftigung.“ So fasst Klaus BRÄUNIG, Mitglied der Hauptgeschäftsführung im Bundesverband der Deutschen Industrie. die Ergebnisse der BDI/VCI-Studie „Die Steuerbelastung der Unternehmen in Deutschland“ zusammen.


„Die steuerpolitische Diskussion in der Öffentlichkeit wird leider von längst widerlegten Fehldarstellungen überfrachtet“, erklärte der Beauftragte für Mittelstandsfragen Bräunig. Die BDI-VCI (Verband der Chemischen Industrie)-Studie greift einige dieser Fehldarstellungen auf und stellt ihnen die Fakten gegenüber:

  • Deutschland liegt im internationalen Vergleich der Tarife und der tatsächlichen Steuerlast für Unternehmen weiterhin ganz oben. Die effektive Steuerbelastung der Unternehmen ist trotz Steuer­satzsenkung durch Verbreiterungen der Bemessungsgrundlage nicht zurückgegangen. So sind große Unternehmen allein im Jahr 2005 durch alle seit 1999 in Kraft getretenen Steuergesetze um
    7,7 Mrd. € mehr belastet worden.
  • Die Unternehmen leisten 2006 mit geschätzten 93,4 Mrd. € an Körperschafts-, Gewerbe- und Einkommensteuer einen hohen Beitrag zum Steueraufkommen.
  • Deutsche Unternehmen, die auch im Ausland investieren, sichern Wachstum und Beschäftigung im Inland. Sie sichern damit die Zukunft des Standortes Deutschlands und begehen keine Steuer­flucht.
  • Die Steuerbelastung der Unternehmen beträgt mehr als das Dop­pelte der Belastung von Löhnen und Gehältern. Von einem Rück­zug der Unternehmen aus der Staatfinanzierung kann keine Rede sein.

„Die dargelegten Fakten unterstreichen, wie dringend eine Reform der Unternehmensbesteuerung in Deutschland ist“, betonte Bräunig. Mit der geplanten Senkung der Steuertarife bekenne sich die Bundesregierung zu diesem Ziel. Mit ihren Plänen zur Gegenfinanzierung laufe sie jedoch Gefahr, es wieder aus den Augen zu verlieren.

„Die Möglichkeiten, die Bemessungsgrundlagen bei der Unternehmens­besteuerung zu verbreitern, wurden in den vergangenen Jahren bereits weitgehend ausgeschöpft. Frühere Gegenfinanzierungen haben die Tarif­senkungen in den meisten Fällen überkompensiert und dabei immer öfter zu Systembrüchen geführt. Diese Fehler dürfen nicht wieder begangen werden“, warnte Bräunig. „Nur wenn die steuerlichen Rahmenbedingun­gen in Deutschland international wettbewerbsfähig sind, werden Investi­tionen und damit Wachstum und Beschäftigung gefördert.“

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