Zur “Kommunismus-Sehnsucht” der Linkspartei

GiNN-BerlinKontor.-–”Die Wege zum Kommunismus können wir nur finden, wenn wir uns auf den Weg machen und sie ausprobieren, ob in der Opposition oder in der Regierung. Auf jeden Fall wird es nicht den einen Weg geben, sondern sehr viele unterschiedliche Wege, die zum Ziel führen. Viel zu lange stehen wir zusammen an Weggabelungen und streiten über den richtigen Weg, anstatt die verschiedensten Wege auszuprobieren. Zu lange laufen wir auf Wegen, obwohl wir ahnen oder gar wissen, daß sie nicht zum Ziel führen. Doch wir kehren nicht um, weil wir Angst vor denen haben, die immer noch diskutierend an der Weggabelung stehen und uns mit höhnischem Gelächter empfangen könnten. Wir müssen lernen, Sackgassen zu verlassen und sie nicht ambitioniert als Wege zum Kommunismus zu preisen”, sinniert die Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Gesine LÖTZSCH, in einem Beitrag “Wege zum Kommunismus” in der linken Tageszeitung “Junge Welt”.

Die Ex-SED-Kommunisten, die sich in die  DIE LINKE  umtauften,  teilen durch ihre Führung der Öffentlichkeit unumwunden mit, dass sie sich nach wie vor  “auf dem langen und steinigen Pfad zum  Kommnismus” befinden. Die SED-Sozialisten “under disguise” hoffen immer noch auf den selbst beigebrachten Niedergang des Kapitalismus, die dramatische Veränderung des Klimas, den Zusammenbruch der USA und der Europäischen Union  (“Der Euro geht als Währung unter, die ‘Festung Europa’ zerbricht, die USA fallen bei den nächsten Präsidentschaftswahlen in die Hände von radikal-fundamentalistischen Christen”, der Golfstrom kühlt ab und wir werden überrannt von Flüchtlingströmen”) – dies ist das Goebbelsche Angst-und Schreckenszenario , das die Linke zu Beginn des Neuen Jahres 2011  der verruchten “Wohlstands- und Verteilungsdemokratie” in der Bundesrepublik vor die Füsse knallt. Wen wundert es da noch, dass diese “demagogischen Heilsbringer” vom Verfassungsschutz observiert werden?

Die Möchte-Gern-Rosa Luxemburg beruft sich auf eben diese und auf Karl Liebknecht, wenn sie auf die damalige Forderung der Kommunisten hinweist: “So soll die Machteroberung nicht eine einmalige, sondern eine fortschreitende sein, indem wir uns hineinpressen in den bürgerlichen Staat, bis wir alle Positionen besitzen und sie mit Zähnen und Nägeln verteidigen.” Die Sozialistin Lötzsch im proletarischem Machttaumel: “Für mich steht linke Politik insgesamt und die Politik der Partei Die Linke in dieser herausfordernden Tradition gesellschaftsverändernder, radikaler Realpolitik”.

Gesine Lötzsch, die fünf Tage vor dem Bau der Mauer am 07.August 1961 in Ost-Berlin geboren wurde, war von 1984 bis 1990 Mitglied der SED und seit 1990 Mitglied der PDS. Sie ist heute Mitglied des Deutschen Bundestags und seit Mai 2010 eine der beiden Vorsitzenden der Partei Die Linke.

CDU-Generalsekretär Hermann GRÖHE erklärte dazu in Berlin:” Die skandalöse Kommunismus-Sehnsucht von Gesine Lötzsch ist ein Schlag ins Gesicht aller Opfer dieser menschenverachtenden Ideologie. Einmal mehr wird klar: Die Linkspartei ist und bleibt die Erbin der SED. Sie will die freiheitliche Ordnung des Grundgesetzes nur taktisch nutzen und strebt eine Überwindung unseres politischen Systems an. Das Ziel bleibt der Kommunismus. Dabei gilt: Wo auch immer in der Welt man sich von der kommunistischen Ideologie hat leiten lassen, waren brutale Unterdrückung und ein wirtschaftliches, soziales und ökologisches Desaster die Folge. Zig Millionen Menschen bezahlten diesen Machtwahn mit ihrem Leben.

Wer nach 20 Jahren Deutscher Einheit immer noch von Rosa Luxemburgs Plänen der “Machteroberung” schwärmt und den Systemwechsel propagiert, der hat aus der blutigen Geschichte des Kommunismus nichts gelernt. Und wer verächtlich über unsere Demokratie herzieht und den Zusammenbruch von EU und USA herbei beschwört, zugleich aber die schrecklichen Verbrechen der SED mit keinem Wort erwähnt, der verhöhnt die Opfer von Diktatur und Gewaltherrschaft.

Zudem wird deutlich, dass die Linkspartei in den Sozialdemokraten lediglich die Handlanger für den Systemwechsel sieht. Die SPD muss jetzt endlich zur Besinnung kommen und sich klipp und klar von einer Zusammenarbeit mit derartigen Verfassungsfeinden distanzieren. Das sind Gabriel & Co. den Millionen Opfern kommunistischer Gewaltherrschaft schuldig.”

Der Kanzlerkandidat der SPD, Ex-Vizekanzler und Ex-Außenninister SPD, Fraktionschef Frank-Walter STEINMEIER sagte dazu: „Ich fass mir an den Kopf. Gesine Lötzsch will zurück zum Kommunismus. Dorthin, wo wir Unfreiheit und Misswirtschaft siebzig Jahre lang regieren sahen“, so Steinmeier im Hamburger Abendblatt (06.01.).

CSU-Generalsekretär Alexander DOBRINDT erklärte in Bad Kreuth zum “Kommunismus-Bekenntnis” von Linken-Chefin Gesine Lötzsch: “Wer den Kommunismus zum Parteiziel erhebt, greift die freiheitlich demokratische Ordnung unseres Grundgesetzes an.. DIE LINKE stelle sich  mit ihren Ansichten “außerhalb unserer Verfassung”. Auf die “verfassungsfeindliche Gesinnung in der Linkspartei bis in die Führungsspitze” müsse umgehend reagiert werden, fordert Dobrindt. “Die Linkspartei muss jetzt unbedingt wieder flächendeckend in ganz Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet werden.”

Im März 1930 hatte der große Sozialdemokrat  Kurt SCHUMACHER auf einer Gaukonferenz des “Reichsbanners Württemberg” in seiner offenen Auseinandersetzung mit den Kommunisten diese Bewertung ab:

“Der Weg der leider ziemlich zahlreichen proletarischen Hakenkreuzler geht über die Kommunisten, die in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten sind. Beiden ist gemeinsam der Haß gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt.”

Später wurde daraus der anti-kommunistsche Kampfbegriff  “rotlackierte Nazis”.

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