Zur 47. Münchner Sicherheitskonfernz

GiNN-BerlinKontor.—-Vom 04.-06. Februar 2011 findet die 47. Münchner Sicherheitskonferenz statt.  Wie der Leiter der Konferenz, Botschafter Wolfgang ISCHINGER, mitteilt, werden über 350 hochrangige Gäste aus mehr als 80 Ländern erwartet.  Zugesagt haben UN-Generalsekretär BAN Ki-Moon, NATO-Generalsekretär Anders Fogh RASMUSSEN,  US-Außenministerin Hillary CLINTON, Russlands Außenminister Sergei LAWROW,  EU-Ratspräsident Herman VAN ROMPUY, EU-Außenbeauftragte Catherine ASHTON sowie der Präsident der Weltbank, Robert ZOELLICK. Von deutscher Seite werden teilnehmen: Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU), Verteidigungsminister Karl-Theodor FREIHERR ZU GUTTENBERG (CSU), Außenminister Guido WESTERWELLE (FDP) Finanzminister Wolfgang SCHÄUBLE (CDU) und Innenminister Thomas DE MAIZIERE (CDU). Weißrusslands (Belarus) Außenminister Sergej MARTYNOW soll “ausgeladen” worden sein.  Wie es heißt, könne man nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Weißrussland  “nicht so weitermachen, als sei nichts geschehen”.

Die Münchner Sicherheitskonferenz gilt weltweit als das wichtigste unabhängige Forum zum Gedankenaustausch von Entscheidungsträgern der internationalen Sicherheitspolitik. Neben den klassischen Themen wie das neue Strategie-Konzept der NATO,  Afghanistan, der Nahe Osten und die Atompolitik des Iran und Nordkoreas stehen heuer auch Debatten über „Cyberwar“, einen möglichen „Krieg im Internet“, sowie die Auswirkungen der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise auf die globale Sicherheitsarchitektur auf der Tagesordnung. Seit der Computervirus „stuxnet“ die iranischen Atomanlagen befallen hat,  ist Frage der IT-Sicherheit  aktueller denn je, so Botschafter Ischinger.

“„Wir erwarten von der Münchner Sicherheitskonferenz wieder Impulse“”, sagte Christian SCHMIDT (CSU), Parlamentarischer Staatssekretär beim Verteidigungsminister in Berlin. „Die zahlreichen hochkarätigen Teilnehmer geben uns immer Anregungen zum Nachdenken.“

Zum Auftakt der diesjährigen Sicherheitskonferenz diskutierten auf Einladung der Bayerischen Staatsministerin  Emilia MÜLLER (CSU) der Leiter der Sicherheitskonferenz,  Wolfgang ISCHINGER,  der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Christian SCHMIDT, Botschafter der Russischen Föderation, Wladimir GRININ und  US-Botschafter Philip MURPHY in der Bayerischen Vertretung in Berlin über die anstehenden Themen der  47. Münchner Sicherheitskonferenz.

Botschafter Grinin  bezeichnete das neue Strategische Konzept der NATO und die Beschlüsse des NATO-Russland-Rats auf dem Gipfel in Lissabon als eine “gute Grundlage für die Intensivierung der Partnerschaft zwischen Ost und West”. Man sei im Kreml “ziemlich zuversichtlich”, dass man auf diesem Weg in München weiter vorankommen werde: Man habe heute die einzigartige Gelegenheit, die euro-atlantische Sicherheitsgemeinschaft auf einer gemeinsamen demokratischen Grundlage aufzubauen, so der russische Botschafter in Berlin.

US-Botschafter Murphy unterstrich, dass die Vereinigten Staaten die Münchner Sicherheitskonferenz seit ihren Anfängen unterstützten und sie vor allem aufgrund der Tatsache schätzten, dass sie einen „lebendigen Dialog über die wichtigsten Themen“ ermögliche. Dies gelte insbesondere für den wichtigen Austausch mit den europäischen Ländern, die “unverzichtbare Partner bei der Verwirklichung einer anspruchsvollen globalen Agenda” seien.

Konferenz-Leiter Ischinger teilte mit,  in diesem Jahr habe man mit einem besonderen  “Ansturm an Anmeldungen und Anfragen zu kämpfen”. Dies sei insofern unangenehm, als es bedeute, dass besonders viele Absagen verschickt werden müssten. Allerdings sei diese große Nachfrage natürlich auch ein gutes Zeichen für die diesjährige Münchner Sicherheitskonferenz.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>