US-Diplomaten in Libyen getötet

GiNN-BerlinKontor.-–US-Präsident Barack OBAMA hat zum Tod der Mitarbeiter in der US-Vertretung in Libyen folgende Erklärung abgegeben: ” Tagtäglich arbeiten amerikanische Diplomaten und Zivilisten unermüdlich an der Verbreitung der Werte unseres Landes und der Vertretung unserer Interessen. Häufig sind sie dabei weit entfernt von ihren Familien. Manchmal müssen sie sich mutig großen Gefahren aussetzen. Gestern sind vier dieser herausragenden US-Amerikaner bei einem Angriff auf die diplomatische Vertretung in Bengasi getötet worden. Unter den Getöteten ist unser Botschafter Chris Stevens sowie der Diplomat Sean Smith. Wir sind dabei, die Familien der anderen Getöteten zu benachrichtigen. Heute stehen die Bürger der Vereinigten Staaten zusammen und schließen die vier Amerikaner in ihre Gedanken und Gebete ein.”

Weiter sagte der US-Präsident: “Die Vereinigten Staaten verurteilen diesen verbrecherischen und schockierenden Angriff auf das Schärfste. Wir arbeiten mit der libyschen Regierung zusammen, um unsere Diplomaten zu schützen. Ich habe auch meine Regierung angewiesen, die Sicherheitsvorkehrungen in unseren diplomatischen Vertretungen überall auf der Welt zu erhöhen. Sie können sich darauf verlassen, dass wir mit der libyschen Regierung zusammenarbeiten werden, um die Mörder, die unsere Bürger angegriffen haben, vor Gericht zu bringen.

Seit ihrer Gründung sind die Vereinigten Staaten ein Land, das alle Glaubensrichtungen respektiert. Wir lehnen alle Bestrebungen zur Verunglimpfung religiöser Überzeugungen anderer ab. Aber es gibt überhaupt keine Rechtfertigung für diese Art der sinnlosen Gewalt. Überhaupt keine. Die ganze Welt muss diese brutalen Gewaltakte unmissverständlich verurteilen.

Viele Libyer haben dies bereits getan, und die Bande zwischen den Vereinigten Staaten und Libyen werden durch diesen Angriff nicht zerreißen. Gemeinsam mit Amerikanern haben die libyschen Sicherheitskräfte versucht, die Angreifer abzuwehren. Sie haben einigen unserer Diplomaten geholfen, sich in Sicherheit zu bringen, und Botschafter Steven ins Krankenhaus transportiert, wo wir von seinem tragischen Tod erfuhren.

Es ist besonders tragisch, dass Chris Stevens in Bengasi starb, da er geholfen hatte, diese Stadt zu retten. Auf dem Höhepunkt der libyschen Revolution leitete Chris unsere diplomatische Vertretung in Bengasi. Mit Sachverstand, Mut und Entschlossenheit hat er Partnerschaften zu libyschen Revolutionären aufgebaut und sie beim Aufbau eines neuen Libyens unterstützt. Als das Gaddafi-Regime zu Ende ging, war Chris vor Ort, um als unser Botschafter im neuen Libyen zu dienen. Er hat sich unermüdlich für diese junge Demokratie eingesetzt und sowohl US-Außenministerin Clinton als auch ich waren sehr auf sein Wissen und seine Einschätzungen der Lage vor Ort angewiesen. Er war ein Vorbild für alle, die mit ihm zusammengearbeitet haben und für die jungen Diplomaten, die danach streben, in seine Fußstapfen zu treten.

Gemeinsam mit seinen Kollegen starb Chris in einem Land, das noch immer versucht, sich von den jüngsten Kriegserfahrungen zu befreien. Diese vier Amerikaner haben ihr Leben verloren, aber unsere Erinnerung an sie bleibt. Ich habe keinen Zweifel daran, dass ihr Vermächtnis durch die Arbeit, die sie weit entfernt von ihrer Heimat geleistet haben, und in den Herzen derer, die sie lieben, weiterleben wird.

Natürlich war gestern ohnehin ein schmerzhafter Tag für unser Land, da wir feierlich der Anschläge vom 11. September gedachten. Wir haben mit den Familien getrauert, die an diesem Tag ihre Angehörigen verloren. Auf dem geheiligten Boden des Soldatenfriedhofs Arlington besuchte ich die Gräber von Soldaten, die im Irak und in Afghanistan das höchste Opfer brachten, und hatte die Gelegenheit, einige der verwundeten Soldaten im Walter-Reed-Krankenhaus zu besuchen und ihnen zu danken. Vergangene Nacht erfuhren wir dann von den Angriffen in Bengasi.

Als Amerikaner dürfen wir niemals vergessen, dass unsere Freiheit nur fortbesteht, weil es Menschen gibt, die bereit sind, für sie zu kämpfen, für sie einzutreten und in einigen Fällen, ihr Leben für sie zu opfern. Unser Land ist nur so stark wie der Charakter unserer Bürger und die Leistungen der Zivilisten und Angehörigen des Militärs, die uns weltweit vertreten.

Kein Terroranschlag wird jemals die Entschlossenheit dieser großartigen Nation erschüttern, ihren Charakter verändern oder das Licht verdunkeln, das unsere Werte ausstrahlen. Wir trauern heute um vier Amerikaner, die das Beste der Vereinigten Staaten von Amerika repräsentieren. Wir werden nicht in unserer Entschlossenheit nachlassen, diejenigen, die für diese schreckliche Tat verantwortlich sind, zur Rechenschaft zu ziehen. Seien Sie versichert, es wird Gerechtigkeit geübt werden.

Wir wissen aber auch, dass das Leben, das diese Amerikaner führten, in erheblichem Kontrast zu dem ihrer Angreifer steht. Diese vier Amerikaner standen für Freiheit und Menschenwürde ein. Sie sollten jeden amerikanischen Bürger mit Stolz auf das Land erfüllen, dem diese Menschen dienten, und die Hoffnung, für die unsere Flagge für Menschen auf der ganzen Welt steht, die nach einem Leben in Freiheit und Würde streben.

Wir trauern mit ihren Familien, aber lassen Sie uns die Erinnerung an sie weiter tragen und ihre Arbeit fortsetzen, ein stärkeres Amerika und eine bessere Welt für unsere Kinder zu schaffen. Möge Gott die Erinnerung an die Verstorbenen segnen, und möge Gott die Vereinigten Staaten von Amerika segnen.” (Quelle: Amerika-Dienst-AD)

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