Zum Tag der Deutschen Einheit

GiNN-BerlinKontor.–-Der Festakt zum Tag der Deutschen Einheit am 03. Oktober 2012 findet dieses Jahr im Nationaltheater in München statt. In der St. Michaelskirche nimmt  Bundespräsident Joachim GAUCK an einem Ökumenischer Festgottesdienst zum Tag der Deutschen Einheit teil. Im Berliner Schloss Bellevue zeichnet der Bundespräsident am 4.Oktober anlässlich des Nationalfeiertags Bürgerinen und Bürger” mit dem “Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland” aus.

In einem Interview mit dem Deurtschlandfunk sagte  Bundespraäsident GAUCK, die Wiedervereinigung und die Einigung Europas würden “historisch gesehen zusammenhängen”, denn die Deutsche Einheit sei nur möglich gewesen “als eine Einheit Deutschlands in einem sich weiter integrierenden Europa.”

Wir Deutsche könnten uns freuen über die “fortgeschrittene innere Vereinigung Deutschlands, die noch nicht abgeschlossen ist, und gleichzeitig ist es mit Europa auch so ähnlich”, sagte Gauck. “Auch da haben wir enorme Fortschritte, und die Krise zeigt uns: Oh, jetzt gibt’s bald eine Grundsatzfrage, wie viel Vereinigung wollen wir und wovor fürchten wir uns?”

Der Bundespräsident verwies auf die Suche nach den Ursachen der Staatsschuldenkrise, die uns wieder zurückführe in die Zeit der deutschen Einigung in die frühen 90er-Jahre. Die Zustimmung Helmut Kohls zu der Währungsunion, “so wie sie gestrickt war” sei der Preis gewesen, “den Kohl an Mitterand für dessen Zustimmung zur Deutschen Einheit zahlte”, erinnerte Gauck im DLF.

Bei der Beurteilung der “europäischen Zustände” dürfe man nicht allein die deutsche Brille nutzen”, mahnte der Bundespräsident. Aber – ja – es habe Versuche der damaligen französischen Politik gegeben , “ein sehr starkes, wirtschaftlich überaus dominantes Deutschland einzuhegen und einzubinden.” Helmut Kohl habe damals mehrere mutige und nicht einfache Entscheidungen getroffen, und “den Deutschen die D-Mark abzuverhandeln”. Kohl aber habe gewusst, dass man “für große Ziele auch Wagnisse eingehen muss.”

Um ein “Ja” zur rechten Zeit zu erlangen, sei es für Helmut Kohl – überhaupt für die ganze deutsche Politik unerlässlich, gewesen zu sagen: “Wir integrieren uns in Europa. Es gibt keinen Neustart irgendeiner Form von Wilhelminismus, eines Wunsches der deutschen Dominanz über Europa, sondern wir wollen in Europa ein wesentlicher und konstitutiver Bestandteil sein.”

Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) empfindet “Freude und Dankbarkeit” darüber, dass sie die deutsche Wiedervereinigung erleben durfte. Sie lobt die “Veränderungsbereitschaft in den neuen Ländern”. Diese Bereitschaft wünsche sie sich auch anderenorts.(Quellen: DLF/bundespraesident.de))

 

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