Zur Hinrichtung des James Foley

GiNN-BerlinKontor.—US-Präsident Barack OBAMA hat zur Ermordung des US-Journalisten James FOLEY folgende Erklärung abgegeben: “Die ganze Welt ist heute vereint im Entsetzen über die brutale Ermordung von Jim Foley durch die Terrorgruppe ISiL

 Jim war Journalist und Sohn, Bruder und Freund. Er berichtete von problematischen und gefährlichen Orten und legte Zeugnis ab über das Leben von Menschen in einer anderen Welt. Vor beinahe zwei Jahren wurde er in Syrien als Geisel genommen, als er couragiert über den dortigen Konflikt berichtete.

 Jim wurde durch einen Akt der Gewalt von uns genommen, der das Gewissen der ganzen Welt erschüttert. Er war 40 Jahre alt – eines von fünf Geschwistern, Sohn einer Mutter und eines Vaters, die sich unermüdlich für seine Befreiung eingesetzt haben. Ich habe heute mit den Foleys gesprochen und ihnen gesagt, dass wir alle untröstlich über ihren Verlust sind, und gemeinsam mit ihnen Jim würdigen und all das, was er getan hat.

Jim Foleys Leben steht in krassem Gegensatz zu dem seiner Mörder. Damit wir uns über ISIL im Klaren sind: Sie hat Städte und Dörfer verwüstet – und in feigen Gewaltakten unschuldige, unbewaffnete Zivilisten ermordet. Sie entführt Frauen und Kinder und setzt sie Folter, Vergewaltigungen und der Sklaverei aus. Sie hat Tausende von Muslimen – Sunniten und Schiiten gleichermaßen – ermordet. Sie verfolgt Christen und religiöse Minderheiten, vertreibt sie aus ihren Häusern, um sie bei nächstbester Gelegenheit zu ermorden – aus dem einzigen Grund, dass sie eine andere Religion ausüben. Sie hat ihr Ziel zum Ausdruck gebracht, einen Völkermord an einem antiken Volk zu verüben.

 ISIL spricht für keine Religion. Die überwältigende Mehrzahl ihrer Opfer sind Muslime, und es gibt keinen Glauben, der die Menschen lehrt, Unschuldige zu massakrieren. Kein gerechter Gott würde dulden, was sie gestern getan hat oder an jedem anderen Tag tut.

ISIL hat keine Ideologie, die für die Menschen von irgendeinem Wert wäree. Ihre Ideologie ist gescheitert. Aus Berechnung mag sie behaupten, dass sie sich mit den Vereinigten Staaten oder dem Westen im Krieg befindet, aber Tatsache ist, dass sie ihre Nachbarländer terrorisiert, ihnen aber nichts bietet außer der dauerhaften Unterwerfung unter ihre inhaltsleere Vision und den Zerfall jeglicher Definition zivilisierten Verhaltens.

Solche Menschen scheitern letztendlich. Sie scheitern, weil die Zukunft denen gehört, die aufbauen, anstatt zu zerstören, und es sind Menschen wie Jim Foley, die die Welt gestalten, und die überwältigende Mehrheit der Menschheit, die entsetzt ist über diejenigen, die ihn ermordet haben.

 Die Vereinigten Staaten von Amerika werden weiterhin alles Notwendige tun, um unsere Bevölkerung zu schützen. Wir werden wachsam und unerbittlich sein. Wenn Menschen, ganz gleich wo, Amerikanern etwas zuleide tun, werden wir tun, was nötig ist, um Gerechtigkeit walten zu lassen. Und gemeinsam mit anderen gehen wir gegen ISIL vor.

The United States of America will continue to do what we must do to protect our people.  We will be vigilant and we will be relentless.  When people harm Americans, anywhere, we do what’s necessary to see that justice is done.  And we act against ISIL, standing alongside others.

 Die Menschen im Irak, die mit unserer Unterstützung den Kampf gegen ISIL aufnehmen, müssen sich weiter zusammentun, um diese Terroristen aus ihren Gemeinschaften zu vertreiben. Die Menschen in Syrien, deren Geschichte Jim Foley erzählt hat, verdienen es nicht, im Schatten eines Tyrannen oder von Terroristen zu leben. Wir unterstützen sie in ihrem Streben nach einer Zukunft, die in Würde verwurzelt ist.

Regierungen und Menschen überall im Nahen Osten müssen gemeinsam daran arbeiten, dieses Geschwür zu entfernen, damit es sich nicht weiter ausbreiten kann. Derartige nihilistische Ideologien müssen klar und deutlich abgelehnt werden. Wir alle sind uns darin einig, dass eine Gruppe wie ISIL im 21. Jahrhundert keinen Platz hat.

 Freunde und Verbündete überall auf der Welt: Unsere gemeinsame Sicherheit und unsere gemeinsamen Werte wurzeln im Gegenteil dessen, was wir gestern gesehen haben. Wir werden diesen hasserfüllten Terrorismus weiter bekämpfen und ihn durch ein Gefühl der Hoffnung und des Anstands ersetzen. Dafür stand Jim Foley – ein Mann, der für seine Arbeit lebte, der couragiert die Geschichten seiner Mitmenschen erzählte, der von Freunden und seiner Familie gemocht und geliebt wurde.

Heute beten alle Amerikaner fürr diejenigen, die Jim liebten. Wir alle spüren den Schmerz, den seine Abwesenheit verursacht. Wir alle beklagen seinen Verlust. In unsere Gebete schließen wir die anderen Amerikaner mit ein, die von ihren Familien getrennt sind. Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um unsere Bevölkerung und die zeitlosen Werte, für die wir stehen, zu schätzen.

 Möge Gott die Erinnerung an Jim segnen und bewahren. Möge Gott Möge Gott die Vereinigten Staaten von Amerika segnen.” (Quelle: Amerika Dienst -AD -usembassy.-gov)

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