Zum Krieg in Mali

GiNN-BerlinKontor.–Französische Truppen unterstützen weiterhin die Streitkräfte Malis im Abwehrkampf gegen radikale Islamisten. Die französische Flugzeuge bombardierten Ziele im Norden des Landes – mehrfach die Städte Gao und Kidal. Die militärische Operation “Serval” Frankreichs steht am 14.01. erneut auf der Agenda des UN-Sicherheitsrates in New York.

Die ARD-Tagesschau berichtete: “Es herrscht Krieg in Mali. Und es geht offensichtlich längst nicht mehr nur darum, die Islamisten von der Demarkationslinie zurückzudrängen. Vielmehr soll der Herrschaft der Islamisten im Norden Malis definitiv ein Ende bereitet werden.”

Frankreichs Armée de l’air setzt in Mali ihren “Eurofighter-Ersatz” RAFALE ein. Das zweistrahlige Mehrzweckkampfflugzeug des französischen Herstellers Dassault Aviation wurde im nationalen Alleingang entwickelt, nachdem Frankreich aus dem Eurofighter-Konsortium ausgestiegen war.

Die Rafale kann vom Flugzeugträger aus operieren und mit Atomwaffen bestückt werden. Sie kann zudem Marschflugkörper ins Kampfgebiet bringen, Die französischen Streitkräfte setzten die Rafale über Afghanistan und bei der internationalen Intervention in Libyen operativ ein.

Zur aktuellen Lage in Mali erklärte der deutsche Außenminister GUIDO WESTERWELLE (FDP) in Berlin: “Ich begrüße, dass es der malischen Armee mit Unterstützung Frankreichs und afrikanischer Staaten gelungen ist, den Vormarsch der Islamisten zu stoppen. Es war richtig, dass Frankreich dem Hilfsersuchen der malischen Regierung gefolgt ist. Ein Einsatz deutscher Kampftruppen steht nicht zur Debatte.

Die Planungen für eine EU-Ausbildungsmission für die malischen Streitkräfte werden fortgeführt. Ob und wie sich Deutschland daran beteiligt, wird entschieden, wenn die Planungen abgeschlossen sind.

Deutschland unterstützt nachdrücklich die afrikanischen Bemühungen zur Vermittlung eines politischen Prozesses. Denn eine dauerhafte Beilegung des Mali-Konflikts geht nur über eine politische Lösung, die die Rückkehr zur verfassungsmäßigen Ordnung in ganz Mali und ein Aufgreifen der berechtigten Anliegen des Nordens beinhaltet.

Deutschland unterstützt politisch ebenfalls die Aufstellung einer afrikanischen Einsatztruppe zum Schutz der Integrität Malis. Weitere konkrete Zusagen stehen derzeit nicht im Raum und können allenfalls dann geprüft werden, wenn die Eckdaten einer afrikanischen Mission stehen und die Einbettung in einen politischen Prozess geklärt ist.

Bundesverteidigungsminister Thomas DE MAIZIÈRE (CDU) sagte im DLF, die Islamisten hätten nicht nur den Norden Malis besetzt, sondern wollten den ganzen Süden Malis erobern. “Sie haben die Reste der malischen Armee aufgerieben. Frankreich war als einziges Land in der Lage, das zu stoppen. Frankreich hat etwas über 3000 Soldaten in der Region. Das ist ein altes französisches Interessengebiet. Frankreich hat gehandelt, das war konsequent und richtig und verdient Unterstützung.” (Quellen: ARD/AA/DLF)

Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves DRIAN sagte in Paris, man habe es in Mali mit drei islamischen “Banditengruppen” zu tun: “Al-Qaida au Maghreb islamique (Aqmi), les Touaregs islamisés d’Ansar Dine et le Mouvement pour l’unicité et le djihad en Afrique de l’Ouest (Mujao).” Man dürfe es nicht zulassen, dass diese Islamisten “einen Terroristen-Staat vor den Toren Europas errichten”.

Die Rebellen verbreiten Flugblätter, in denen es hiess, die Franzosen  hätten “dem Islam den Krieg erklärt”. Sie drohten mit Anschlägen, denn man würde  ”Frankreich ins Herz treffen” – ” frapper France au coeur”.

Präsident François HOLLANDE ordnete die Erhöhung der Sicherheitsstufe an. Der   Schutz von Regierungsgebäuden und des öffentlichen Nahverkehrs wurde verstärkt. (zitiert nach TV5)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>