Zum Holocaust-Gedenktag am 27.01.2004

bti-o/Berlin.–Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erklärt Angelika Beer, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, die morgen im Rahmen ihres mehrtägigen Aufenthaltes im Nahen Osten die Gedenkstätte Yad Vashem besuchen wird:

„Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Dieser Tag ist uns Anlass zur Trauer um alle Opfer des Nationalsozialismus. Auschwitz steht nicht allein. In vielen anderen Lagern wurden Menschen geschunden, gequält und getötet – von Natzweiler bis Treblinka und von Neuengamme bis Dachau.

Auschwitz ist Synonym geworden für den Holocaust, für Menschenverachtung und Massenmord. Millionen Opfern wurde ihr Hab und Gut, ihre Heimat, ihre Würde und ihr Leben geraubt. Der Holocaust ist nicht zu bewältigen. Das Gedenken an die Opfer und die Auseinandersetzung mit dem Warum ist eine bleibende Aufgabe.

So wie Yad Vashem nicht nur ein Ort der Erinnerung an die Gräueltaten der Nazis und die Opfer ist, sondern im Garten der Gerechten auch diejenigen geehrt werden, die als Retter und Helfer von verfolgten Juden bekannt wurden, so fordert der 27. Januar von uns eine aktive Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus gestern und heute. Gleichzeitig mahnt dieser Tag jede und jeden Einzelnen zum entschiedenen Eintreten für Menschenrechte. Der Holocaust lässt sich nicht verarbeiten, aber er ist uns eine Aufforderung zum Einsatz für eine Zukunft in Menschlichkeit.“

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