Zum Boykott der Papstrede im Bundestag

GiNN-BerlinKontor.–-Die Ankündigung von über 100 Bundestagsabgeordneten,  Auftritt und Rede des vom deutschen  Parlamentspräsidenten eingelandenen Papstes BENEDIK XVI. vor dem  Deutschen Bundestag zu boykottieren, hat grosse Empörung hervorgerufen.  Der  “Club der jugendgeweihten Atheisten aus der Ex-DDR”, so ein Journalist in einer Talk Show, “outet sich endlich nach 20 Jahren”.  Diese sozialistischen “Politikaster”, die nicht müde würden, von “Toleranz”, “gegenseitigen Respekt” und “Dialog” zu reden, wenn es um die Beweihräucherung des Sozialismus/Kommunismus geht, hätten im In- und Ausland mal wieder den “häßlichen Deutschen” vorgeführt, erinnern sich Korrespondenten der Auslandspresse.  Sie könnten und wollten sich hoffensichtlich ihrer “jahrzehntelangen Hirnwäsche, der AgitProp-Arsenisierung nicht entziehen”, notierte ein Demonstrant vor dem Reichstagsgebäude, wo der Papst am 22. September erwartet wird.


Der Sozialdemokrat Rolf SCHWANITZ, unter Bundeskanzler Gerhard SCHRÖDER (SPD) Staatsminister im Kanzleramt und zuständig für den Aufbau Ost, rief in einem Rundschreiben an seine 146 Genossen  in der SPD-Bundestagsfraktion zum Boykott der Papstrede auf:  „Wir lehnen die dem Papst eröffnete Möglichkeit einer Rede vor dem Bundestag ab und werden uns an diesem Ereignis nicht beteiligen“.

Hans Ulrich JÖRGES, stellvertretender Chefredakteur des stern sagte im ZDF, er empfände es “geradezu erbärmlich”, dass sich ein Teil der MdBs der Rede des Papstes entziehen wollten.

Auch Prof. Manfred LÜTZ, Theologe und Psychiater, kritisierte im ZDF “Markus Lanz” die Bundestagsabgeordneten, die der Rede des Papstes im Bundestag demonstrativ fernbleiben wollen: “Protest gegen den Papst hat bei uns eine 500-jährige Tradition. Die Deutschen haben im Grunde einen pubertären Umgang mit dem Heiligen Vater”, so Lütz.  Man stelle sich vor: “einige SPD-Hinterbänkler ketten sich an die Säulen des Deutschen Bundestags, verstopfen ihre Ohren mit Wachs, weil sie Sorge haben, dass sich einige nach einer missionarischen Rede (des Papstes) überstürzt taufen lassen.”   (zdf.de)
Zu dem Ansinnen von Abgeordneten der Partei DIE LINKE, DIE GRÜNEN und auch der SPD,  sich der Rede des katholischen Kirchenoberhauptes im Plenum zu verweigern, erklärte der  Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CSU, Christian SCHMIDT: „Es ist ein Gebot des Anstandes und des Respektes, dass alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages während der Rede des Papstes im Plenum anwesend sind.”

Auch Schmidt erinnerte daran, dass  “gerade diejenigen Bundestagsabgeordneten von SPD, Grünen und Linke, die der Rede fernbleiben wollen, gleichzeitig Toleranz und Meinungsfreiheit als persönliche Monstranz vor sich her tragen”. Man könne sich als Volksvertreter nicht nur die Meinungen anhören, die einem ins persönliche Grundsatzprogramm passen.  Schmidt: „Die, die da jetzt rausgehen, müssen dann aber nicht wieder zum ökumenischen Kirchentag reinkommen.“

Die unter dem Motto „Wo Gott ist, da ist Zukunft“ stehende dritte Reise von Papst Benedikt nach Deutschland sei gleichzeitig ein wichtiges Signal für Katholiken und Protestanten sowie die Zukunft der deutschen Ökumene, betonte Schmidt. „Alle Christen in Deutschland sehnen sich nach Signalen der Vertiefung des gemeinsamen Zusammenwirkens der Konfessionen, sei es in der Politik oder auch bei Fragen zum gemeinsamen Abendmahl“, unterstrich der CSU-Politiker.  Er setze große Hoffnung auf die “integrierende Kraft des Papstes und die gemeinsamen Gespräche mit den Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschlands, zum Wohle aller Christen in Deutschland.“ (Quelle: csu.de)

Das Landeskriminalamt Berlin (LKA) sah sich veranlaßt, die scharfen Sicherheitsvorkehrungen während des Papst-Besuchs, wie folgt zu begründen: “Im Bereich des islamistischen Terrorismus gilt das Christentum als geistig-moralische Unterstützerinstanz der westlichen Kreuzzügler. Daher besitzt der Papst einen hohen Symbolcharakter und ist als exponiertes Anschlagsziel anzusehen.” (lka.de)

2 Gedanken zu “Zum Boykott der Papstrede im Bundestag

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