Zum 13. August 1961

GiNN-BerlinKontor.–Zum 50. Jahretag des Baus der Berliner Mauer gab der CDU-Kandidat für das Amt des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Frank HENKEL, folgende Erklärung ab: “Am 13. August 1961, vor 50 Jahren, errichtete das SED-Unrechtsregime eine Mauer quer durch Berlin. Rund 45 Kilometer Sektorengrenze in der Stadt und über 100 Kilometer um die Außengrenzen der Westsektoren wurden mit Stacheldraht und Mauer umgeben. Sie teilten nicht nur unsere Stadt, sondern zementierten auch die Teilung Deutschlands und symbolisierten die Teilung der Welt.”

“Über 2,5 Millionen Menschen flohen von 1949 bis 1962 aus der DDR, viele von ihnen über Berlin und Potsdam. Die Mauer sollte dem Freiheitswillen dieser Menschen ein Ende setzen. 28 Jahre lang sperrte die Mauer die Bürger der DDR ein. Viele ließen sich selbst von der Bedrohung an der Grenze, von Todesstreifen und Schießbefehl, nicht abschrecken. Über 200.000 DDR-Bürger flüchteten nach dem Bau der Mauer, rund 40.000 von ihnen über die innerdeutsche Grenze und die Berliner Mauer. Viele ließen dabei ihr Leben, allein in Berlin wurden über 100 Menschen Opfer der SED-Brutalität an der Grenze.

Dieser Opfer und ihres unbändigen Freiheitswillens sowie aller Menschen, die den Mut besaßen, der SED-Diktatur gewaltlos entgegen zu treten, wollen wir am 13. August gedenken. Sie haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Mauer am 9. November 1989 fiel und Deutschland in Frieden, Freiheit und Demokratie wiedervereinigt werden konnte.”

Die CDU Deutschlands und der CDU-Landesverband Berlin erinnern am 13. August 2011 gemeinsam vor dem Brandenburger Tor an den 50. Jahrestag des Mauerbaus. „Wir wollen der Menschen gedenken, die für ihren Wunsch nach Freiheit und Demokratie an der Berliner Mauer gestorben sind”, erklärte CDU-Generalsekretär Hermann GRÖHE.  (Quelle: cdu-berlin)

Die Bundesvorsitzende der Partei DIE LINKE, Gesine LÖTZSCH, sagte der SAARBRÜCKER ZEITUNG (10.08.),  in diesem Jahr 2011 gebe es zwei wichtige Jahrestage, “die eng miteinander verbunden” seien. Dabei handele es sich um den 70. Jahrestag des Überfalls Hitler-Deutschlands auf die Sowjetunion vor 70 Jahren und um den 50. Jahrestag des Mauerbaus in Berlin. Die Teilung sei ein Ergebnis des Zweiten Weltkrieges gewesen, so Lötzsch, die in Ost-Berlin am 7.August 1961 geboren wurde. Sie argumentiert, ohne den Zweiten Weltkrieg hätte es “die deutsche Teilung nicht gegeben, dann hätte es auch keinen Mauerbau gegeben”.

Für die Linke sei heute jedoch klar, dass sie einen “demokratischen Sozialismus ohne Mauern” wolle. Eine gerechte Gesellschaft wäre aber nur möglich, “wenn die Mehrheit das will”, so Lötzsch. Die Linke habe  “aus der Geschichte gelernt”. (Saarbrücker Zeitung)

Der CSU-Generalsekretär Alexander DOBRINDT sagte in München, es sei “ein Skandal, dass es eine Partei im Deutschen Bundestag gibt, die immer noch nicht voll das menschenverachtende Unrecht der DDR anerkennt.” Die SED-Nachfolgerin müsse sich ihrer Vergangenheit stellen und das Unrecht des Mauerbaus und des SED-Regimes “ohne jede Relativierung” beim Namen nennen. Dobrindt: ” Wenn die LINKE-Chefin Gesine Lötzsch das Unrecht des Mauerbaus herunterspielt und von neuen Wegen zum Kommunismus schwärmt, dann ist das eine unerträgliche Verklärung des sozialistischen Systems überhaupt und zeigt, dass kommunistisches Gedankengut in der Linkspartei immer noch weit verbreitet und lebendig ist.” (csu.de)

FDP-Generalsekretär Christian LINDNER erklärte in Berlin: “Frau Lötzsch versteht sich offenbar als letzte Regierungssprecherin der DDR.“  Lindner warnte davor, dieses historische Ereignis am 13. August zu “verharmlosen und die damit verbundenen Verbrechen zu rechtfertigen”. Lötzsch verhöhne damit all die Menschen, denen die Mauer jahrzehntelang die Freiheit geraubt, die Familie genommen oder gar das Leben gekostet habe, so der FDP-GS. (liberale.de)

Die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, Petra PAU (Die Linke), wird an der zentralen Gedenkfeier mit Bundespräsident Christian WULFF am 13. August  an der Mauergedenkstätte Bernauer Straße in Berlin teilnehmen. Das Bundesministerium des Innern ordnete für den 13. August 2011 bundesweit Trauerbeflaggung der Dienstgebäude aller Behörden und Dienststellen des Bundes an.

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