Zu Merkels “Nicht mein Duktus”

GiNN-BerlinKontor.– Ad Rem”–Die wahrtheitstriefenden, sozialkritischen Mahn- und Warnrufe des Bundesliberalen Guido WESTERWELLE haben nicht  nur die psychologische Kriegsführung in den Agitationsetagen der Linken auf Trab und in Rage gebracht, sondern – mit etwas Verspätung -  fühlte sich nun auch die christlichdemokratische Regierungschefin berufen, auf den “band wagon” aufzuspringen.  In einem solchen Fall spricht man von einem “Mitläufer- oder  Nachahmungseffekt”.

Der Publizist Claus Jacobi hat es in seinem  “BILD-Tagebuch”  festgehalten und der Kanzlerin die wohl zutreffende Antwort und Note verpaßt. “Das sind nicht meine Worte. Das ist nicht mein Duktus” hatte Merkel mit schlecht gespielter Empörung hervorgestossen -  und sich damit in ein “Meinungslager” begeben, dass in Deutschland mit Sicherheit keine Mehrheit findet. Jacobi bringt es auf den Punkt: “Wie wahr! Klare Worte sind Merkels Sache nicht”.

Um die verantwortungslosen Problemverschweiger und sozialistischen Demagogen zu befriedigen, hatte sich Merkel hinreißen lassen, “Stellung zu beziehen”. Aber das dürfte ihr wohl keine  zusätzliche Sympathie eingebracht haben.  Dieselbe Frau, die sich mutig bei Diktatoren für die Menschenrechte stark macht und sich damit immer wieder “in innere Angelegenheiten souveräner Staaten einmischt” (so die Kritik ) -  dieselbe Frau begibt sich in Sachen Sozialkritik in die gefährliche Nähe einer Vormundschaft und  Zensur. “Das darf und solte man so nicht sagen”.  Wieso eigentlich nicht, wenn doch keiner kapieren will, wohin  uns eine kritiklose,staatliche Verschwendungssucht  führen kann.

Wenn morgen Wahlen wären – sagen wir voraus -  würde sich die Merkel-Partei schütteln – so wie die Sozis nach der letzten Bundestagswahl, als sie ratzeputz abgewählt wurden. Im Mai kommt es bekanntlich in NRW zum ersten Test dieser Machart.  Dann wird sich unserer Meinung nach zeigen: Das Mephisto-Motto als Programm- und Reformersatz hat immer noch eine verheerende Breitenwirkung:
“Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
ist wert, dass es zugrunde geht.”

Um sich Gehör zu verschaffen, entlehnte die Chefin der christlich-liberalen Koalition einen akademisch klingende Begriff aus der Linguistik-Kiste, um ihren tollkühnen Vizekanzler und  Kalitionspartner  “zu  disziplinieren”.   Ihre “ghostwriter” entschieden sich für  das Wort DUKTUS (lat.:ductus=Leitung-Führung)). Damit versuchen  Sprachwissenschaftler  “ein bestimmtes Charakteristikum” beim Schreiben oder beim Sprechen” zu diffinieren.  Bei Reden sind unter Duktus sowohl stilistische Elemente, wie Wortwahl und Satzbau, als auch etwaige Dialekteinflüsse zu verstehen, sowie die Aussprache, die  Intonation und besondere Spracheigenschaften.

Nun versteht man unter Duktus aber auch  den  Verbindungs- oder Ausführungskanal von Drüsen  (oder anderer Organe).  Aus solchen “Kanälen” entfleuchen Propagandisten und Vergewaltiger der deutschen Sprache manchmnal eben “dekadente und zerstörerische Urlaute” – vornehmlich aus den Hirnen und Mündern “plappernder und plaudernden Politiker”, schrieb Jacobi in sein “Tagebuch”. Aber manches kann – Gottseidank – manchmal ja auch durchaus stringent und beachtenswert kllingen, oder?! Siehe Guidos semantischer Kinnhaken in Sachen Sozialkritik. “Wir müssen die (Sozial-)Hilfe auf die wirklich Bedürftigen konzentrieren und müssen sie den Findigen und Trickreichen kürzen oder notfalls streichen”, so der FDP-Chef Westerwelle. Recht hat er!
-Ps

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