Zentralbanken koordinieren Maßnahmen

GiNN-BerlinKontor.—Die Europäische Zentralbank (EZB, die Bank of Canada, die Bank of England, die Bank von Japan,  die US-Federal Reserve sowie die Schweizerische Nationalbank gaben am 30.11.koordinierte Maßnahmen bekannt, um ihre Fähigkeit zur Bereitstellung von Liquiditätshilfen an das globale Finanzsystem zu verbessern. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Spannungen an den Finanzmärkten abzubauen, deren Auswirkungen auf die Kreditvergabe an private Haushalte und Unternehmen abzumildern und somit zur Stützung der Konjunktur beizutragen.

Die Zentralbanken verständigten sich darauf,  den Zinssatz für die bestehenden befristeten liquiditätszuführenden Swap-Vereinbarungen in US-Dollar um 50 Basispunkte zu senken; dieser
entspricht damit dem US-Dollar-OIS-Satz (Overnight Index Swap) zuzüglich 50 Basispunkten. Der Satz gilt für alle Geschäfte, die ab dem 5. Dezember 2011 durchgeführt werden. Die Bewilligung dieser Swap- Vereinbarungen wurde bis zum 1. Februar 2013 verlängert. Darüber hinaus bieten die EZB, Bank of England, die Bank von Japan,  und die Schweizerische Nationalbank bis auf Weiteres nach wie vor Dreimonatstender an.

Die vier genannten Zentralbanken sind außerdem übereingekommen, befristete bilateraleliquiditätszuführende Swap-Vereinbarungen als Notfallmaßnahme einzuführen; damit kann in jedem Land Liquidität in den verschiedenen Währungen bereitgestellt werden, sofern es die Marktbedingungen erfordern. Derzeit besteht kein Bedarf, Liquidität in einer ausländischen Währung außer US-Dollar zur Verfügung zu stellen. Die Zentralbanken halten es aber für sinnvoll, die nötigen Vorkehrungen zu treffen, um im Bedarfsfall rasch Liquiditätshilfen einrichten zu können. Diese Swap-Linien wurden bis zum 1. Februar 2013 genehmigt.

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat in Zusammenarbeit mit anderen Zentralbanken die Einrichtung eines befristeten Netzwerks wechselseitiger Swap-Vereinbarungen beschlossen. Diese Maßnahme wird es dem Eurosystem ermöglichen, den betreffenden Zentralbanken bei Bedarf Liquidität in Euro zur Verfügung zu stellen und Liquiditätsoperationen in japanischen Yen, Pfund Sterling, Schweizer Franken sowie kanadischen Dollar (neben den bestehenden Geschäften in US-Dollar) zu tätigen, sofern diese erforderlich sein sollten.

Die EZB wird regelmäßig liquiditätszuführende Geschäfte in US-Dollar mit einer Laufzeit von rund einer Woche bzw. drei Monaten mit den neuen Konditionen durchführen. Der Zeitplan für diese
Operationen, die in Form von Repogeschäften gegen notenbankfähige Sicherheiten erfolgen und als Mengentender mit Vollzuteilung abgewickelt werden, wird heute auf der Website der EZB
veröffentlicht.

Darüber hinaus wird die Sicherheitenmarge („initial margin“) für die Geschäfte in US-Dollar mit dreimonatiger Laufzeit von derzeit 20 % auf 12 % herabgesetzt, und der EUR/USD-Wechselkurs wird wöchentlich aktualisiert, um einen Margenausgleich durchzuführen. Diese Änderungen werden mit den am 7. Dezember 2011 abzuwickelnden Operationen wirksam. Weitere Einzelheiten zu den Geschäften werden im Rahmen des jeweiligen modifizierten Tenderverfahrens über die Website der EZB bekannt gegeben. (Quelle: bundesbank.de/ezb)

US- Präsident Barack OBAMA hatte am 28. November 2011 EU-Ratspräsident Herman VAN ROMPUY und EU-Kommissionspräsident Jose Manuel BARROSO im Weißen Haus empfangen. Obama sagte nach den Gesprächen vor der Presse:  Die EU und USA – “als die beiden größten Wirtschaftsregionen der Welt und als wichtigste Handelspartner füreinander” habe man  über Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen auf beiden Seiten des Atlantiks gesprochen. Einen Großteil des Austausches habe sich auf die Krise in der EURO-Zone konzentriert. In Europa würde aktiv an einer Lösung der Krise gearbeitet. Die Vereinigten Staaten seien bereit, ihren Beitrag zur Lösung des Problems zu leisten. “Das ist von enormer Bedeutung für unsere eigene Wirtschaft. Wenn die europäische Wirtschaft schrumpft oder Europa Schwierigkeiten hat, dann ist es viel schwieriger für uns, hier in den Vereinigten Staaten gute Arbeitsplätze zu schaffen, denn viele unserer Produkte und Dienstleistungen gehen nach Europa, das als Handelspartner für uns sehr wichtig ist”, betonte US-Präsident Obama. (Quelle: AD)

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