Wirtschaftsminister besucht China und Japan

GiNN-BerlinKontor.–-Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer BRÜDERLE (FDP), besucht vom 12.- 15.10. die Volksrepublik China und das Königsreich Japan. Er wird von einer großen, überwiegend mittelständischen Wirtschaftsdelegation nach Peking, Shanghai, Nagoya und Tokio begleitet.

Brüderle wird am 12.10. mit Handelsminister CHEN Deming, dem Vorsitzenden der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission ZHANG Ping und mit dem Minister für Industrie und Informationstechnologie  LI Yizhong zusammentreffen.  In Shanghai eröffnet der deutsche Wirtschaftsminister am 12.10. die Konsumgütermesse “German Living” und besucht die EXPO.

Bundesminister Brüderle erklärte vor seinem Abflug:  “Deutschland und China sind strategische Partner im 21. Jahrhundert. Die beiden großen Exportnationen sind gemeinsam in besonderer Verantwortung für offene Märkte gerade in einer schwierigen Situation, wie wir sie in der gegenwärtigen Krise erleben. Die deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen entwickeln sich hervorragend. In diesem Jahr können wir die € 100 Mrd.-Schwelle im bilateralen Handel erreichen. In den ersten sieben Monaten haben Deutschland und China Waren im Wert von € 70 Mrd. ausgetauscht. Allein die deutschen Exporte nach China wuchsen in diesem Zeitraum um 50 % auf  € 30 Mrd. Protektionismus ist ein Hemmschuh für den Ausbau unserer Wirtschaftsbeziehungen und für den Wettbewerb. Ich will dazu beitragen, Marktzugangshemmnisse abzubauen, und vor allem deutschen Mittelständlern den Weg nach China erleichtern. Sie brauchen unsere politische Unterstützung für den Markteintritt noch mehr als die großen Konzerne, die sich seit Jahren erfolgreich auf dem chinesischen Markt bewegen. In der Zusammenarbeit mittelständischer Unternehmen gibt es nach wie vor Nachholbedarf und großes Potenzial, ich nenne nur die Umwelt- und Energietechnik oder den Bereich der Dienstleistungen.”

In Nagoya/Japan wird Brüderle am 13.10. ein neues Werk für die Herstellung von Grundstoffen für die Solarzellen-Produktion besuchen, die laut BMWi derzeit bedeutsamste deutsche Direktinvestition in Japan.  Zu den deutsch-japanischen Wirtschaftsbeziehungen  sagte Brüderle:  “Unser bilaterales Handelsvolumen entwickelte sich zum Beispiel zuletzt sehr dynamisch und legte von Januar bis Juli 2010 um ca. 20 % auf  € 9 Mrd. Euro zu. Mit ihrer Exportstärke und ihrer besonderen Innovationskraft, gerade auf dem Gebiet wichtiger Zukunftstechnologien wie Elektromobilität und erneuerbaren Energien, weisen unsere Volkswirtschaften und Unternehmen erhebliche Ähnlichkeiten auf. Das eröffnet uns die Möglichkeit, durch kluge Kooperationen in Forschung und Entwicklung unsere Potenziale zu bündeln. Nano-Technologie, Robotik, Medizintechnik und Maschinenbau sind nur einige weitere Bereiche, in denen die Unternehmen unserer beiden Länder oft schon Weltspitze sind und gemeinsam die technologische Zukunft gestalten können. Japan und Deutschland haben auch in der Luftfahrt-, Satelliten- und Weltraumtechnik schon vor längerer Zeit zur Weltspitze aufgeschlossen. Diese Position können wir durch den gezielten Ausbau unserer wissenschaftlichen und technologischen Zusammenarbeit in diesem Schlüsselsektor festigen und ausbauen.”

In Tokyo werden unter anderem wirtschaftspolitische Gespräche mit hochrangigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft im Vordergrund stehen. Auch wird er das Großflugzeug Airbus 380 begrüßen, das anlässlich der Einweihung der neuen Startbahn des Flughafens Tokyo Haneda dort erstmals landet.

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