Wirtschaftslage unverändert positiv

GiNN-BerlinKontor.–-Das Geschäftsklima in der deutschen Wirtschaft hat sich im Dezember 2011 trotz Konjunkturbremse und  Staatsschuldenkrise wieder leicht verbessert. Wie das ifo Institut am 20.12. mitteilt,  stieg der Idex auf 107,2 Punkte (November: 106,6). Ifo-Präsident Hans-Werner SINN: „Die deutsche Wirtschaft scheint dem Abschwung Westeuropas erfolgreich zu trotzen.”  ifo befragte – wie jeden Monat – ca. 7000 Unternehmer.  Die Erwartungen verbesserten sich für die erste Jahrteshäfte 2012  von 97,3 auf 98,4 Punkte.
Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) registriert zwar die “Schwächephase” der Konjunktur, erklärt jedoch, die deutsche Wirtschaft werde  n i c h t   in eine Rezession geraten. Bereits im Sommerhalbjahr des kommenden Jahres dürfte die Konjunktur wieder an Fahrt gewinnen. Dies aber hänge  wesentlich davon ab, ob sich “die Lage an den Finanzmärkten beruhigt und sich eine Lösung der Schuldenkrise im EURO-Raum abzeichnet”.

Die konjunkturelle Schwäche dürfte – so das IfW - keine größeren Bremsspuren am Arbeitsmarkt hinterlassen. Vielmehr werde die Arbeitslosigkeit im Durchschnitt beider Jahre voraussichtlich weiter sinken.  Im Jahr 2013 werde sich die Konjunktur voraussichtlich weiter festigen.

Zur Weltkonjunktur notiert das Institut für Weltwirtschaft in Kiel: “Nach dem sehr kräftigen Zuwachs von 5,1 %  im Jahr 2010 dürfte die Weltproduktion im ablaufenden Jahr nur noch um 3,8 % gestiegen sein. Die Zunahme der Weltproduktion insge­samt dürfte sich im Jahr 2012 auf eine Rate von nur noch 3,4 % verringern. Für 2013 erwarten wir eine wieder etwas stärkere Zunahme des globalen Bruttoinlandsprodukts um 4,%.”

Zum Konsumverhalten der Deutschen meldet die Gesellschaft für Konsumforschung (GdK) eine “stabiles Konsumklima” zum Jahresende: “Trotz steigender Konjunkturrisiken und der weiteren Verschärfung der Schuldenkrise sehen die Deutschen wieder positiver in die Zukunft. Zum ersten Mal seit fünf Monaten legt die Konjunkturerwartung im Dezember zu. Passend zum gestiegenen Konjunkturoptimismus rechnen die Verbraucher im nächsten Jahr auch mit höheren Einkommen und verbessern das ohnehin schon gute Niveau noch einmal”, so die GfK – das größte deutsche Marktforschungsinstitut.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie,  Philipp RÖSLER (FDP), erklärte dazu in Berlin:  “Die Wachstumsaussichten der Weltwirtschaft und vor allem der Europäischen Union für die kommenden Monate haben sich eingetrübt. Dies lässt auch die international umfassend eingebundene heimische Wirtschaft nicht unbeeindruckt. Die deutsche Wirtschaft ist aber vergleichsweise gut gerüstet. Dank den strukturellen Reformen in der Vergangenheit und dem damit ausgelösten Aufschwung am Arbeitsmarkt konnte sich die Binnenwirtschaft zu einer soliden und zuverlässigen Stütze entwickeln. Wir bringen daher gute Voraussetzungen mit, die absehbare wirtschaftliche Eintrübung im Winterhalbjahr zu bewältigen. Das stabile Konsumklima ist nur ein Indiz hierfür. Auch die Unternehmer sehen laut den Umfragen bereits wieder etwas optimistischer in die Zukunft.” (Quellen: ifo/ifW/GfK/BMWi)

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