Wir alle tragen Verantwortung

GiNN-BerlinKontor.—Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2016 erklärte Bundesaußenminister Frank-Walter STEINMEIER: “Heute gedenken wir der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch Soldaten der Roten Armee vor 71 Jahren. Wir gedenken der sechs Millionen ermordeten europäischen Juden, der Sinti und Roma, der Zwangsarbeiter, dem Hungertod preisgegebenen Kriegsgefangenen, der Opfer staatlicher Euthanasie, der Homosexuellen, aller, die sich aus religiösen, politischen oder schlichtweg menschlichen Beweggründen dem Terror widersetzten und deswegen der totalitären Staatsgewalt zum Opfer fielen”.
Gedenktage wie der 27. Januar seien “Tage des Innehaltens für uns als Gesellschaft”, so Steinmeier. Es gelte wo immer möglich, Bildung, Dialog und persönliche Begegnung zu fördern und zu unterstützen. Das sei nicht nur eine Verantwortung von Politik, Eltern oder Schulen, sondern “wir alle tragen Verantwortung”. Das “dunkelste Kapitel” deutscher Geschichte präge unser Selbstverständnis und werde für immer untrennbar mit unserem Land verbunden bleiben, mahnte Steinmeier, denn: “Denn unter Geschichte kann man keinen Schlussstrich ziehen.”
Gleichwohl erinnerte der deutsche Außenminister daran, dass aus der Erinnerung auch ein Auftrag erwachse: “Ein Tag wie heute mahnt uns, das Schicksal der Menschen im Blick zu behalten, die in diesen Tagen bei uns in Europa Zuflucht suchen. Die große Zahl der Menschen, die Schutz vor Verfolgung, Hass, Krieg und Terror in unserem Land sucht, weckt auch Ängste, die wir sehr ernst nehmen.” Wenn sich Juden, Andersgläubige und Andersdenkende in Europa nicht mehr sicher fühlen, so Steinmeier eindringlich, könne sich niemand mehr sicher fühlen.
Das Eintreten der Bundesregierung gegen jede Form von Diskriminierung und Rassismus habe deshalb nichts von seiner Dringlichkeit verloren. Steinmeier weiter: “Dieser Auftrag ist uns auch Richtschnur im Rahmen unserer OSZE-Präsidentschaft 2016. Deutschland wird im Rahmen seines OSZE-Vorsitzes daher auf die Themen ‘Toleranz und Nicht-Diskriminierung’ setzen.“    (Quelle: auswaertiges-amt.de)

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