Wiedervereinigung 25 Jahre

GiNN-BerlinKontor.—Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) hat eine positive Bilanz des deutschen Einigungsprozesses in den vergangenen 25 Jahren gezogen: In ihrem neuen Video-Podcast sagt Merkel: “Insgesamt bleibe ich dabei: Die Dinge sind gut gelungen.” Viele hätten mit Elan angepackt, und man könne auch heute noch für die viele Hilfe aus den alten Bundesländern dankbar sein.

Die Wiedervereinigung sei im November 1989 “noch nicht ganz voraussehbar”, gewesen, so Merkel. Schon kurz nach dem Mauerfall seien ihre polnischen Wissenschaftskollegen allerdings sicher gewesen, “dass dies jetzt der unumkehrbare Weg zur Deutschen Einheit ist”. Helmut Kohls “Zehn-Punkte-Programm zur Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas” vom 28. November 1989 habe “die Weichen gestellt”, aber es seien vor allem die Menschen gewesen, die erst “Wir sind das Volk” und dann ziemlich schnell auch “Wir sind ein Volk” gerufen hätten. “Und diese Dynamik ist dann politisch glücklicherweise auch wunderbar gestaltet worden”, sagt die Bundeskanzlerin.

Rückblickend betrachtet habe sich allerdings manches als sehr kompliziert herausgestellt, erklärt Merkel vor allem mit Blick auf die Lösung der Eigentumsfragen. Das sei ein “sehr zeitraubender und für viele auch sehr anstrengender Prozess” gewesen.

Auch wenn sie 1989/90 bereits eine Lebensgeschichte gehabt habe, glaube sie, dass “in meinem Kopf die Deutsche Einheit recht gut gelungen ist”, so die Bundeskanzlerin. Sie räumt ein: “Es gibt Menschen, die konnten ihre Chancen und ihre Hoffnungen nicht verwirklichen.” Die Arbeitslosigkeit sei sehr drückend gewesen. Viele Menschen hätten zu DDR-Zeiten einen Beruf gelernt, für den es “keine Verwendung” mehr gegeben habe. “Das hat schon manche Menschen traurig gemacht.” Bei den jungen Menschen sei “die Freiheit sozusagen von Anfang an” in den Köpfen. Sie freue sich, dass man die Unterschiede überhaupt nicht mehr merke und es im Großen und Ganzen eine gemeinsame Lebensperspektive gebe, sagt Merkel.

Auf die Frage, ob Deutschland angesichts des Flüchtlingszustroms heute vor ähnlichen Herausforderungen stehe wie vor 25 Jahren, antwortet Merkel: “Die Deutsche Einheit war natürlich eine ganz spezielle Sache. Die Flüchtlingsbewegung von heute kann man damit nicht einfach vergleichen.” Bei den Flüchtlingen handele es sich um Menschen aus ganz anderen Regionen der Welt “mit ganz anderen Sprachen und Erfahrungen”. Das erfordere ein hohes Maß an Integration, und nicht alle könnten bleiben, wenn sie nicht die Voraussetzungen dafür hätten. Merkel wörtlich: “Aber dieses Grundgefühl wenn eine große Aufgabe auf uns zukommt, dann kann man das schaffen , das, finde ich, können wir uns durchaus wieder in Erinnerung rufen.” (Quelle: bundesregierung.de)

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