Westerwelle: Diplomaten schützen

GiNN-BerlinKontor.—Der deutsche Außenminister Guido WESTERWELLE (FDP) hat die gewalttätigen Proteste gegen US-Einrichtungen in der islamischen Welt wegen eines Schmäh-Videos über den Propheten Mohammed verurteilt. “Kein noch so schlimmes Pamphlet im Internet rechtfertigt Gewalt, Mord und Totschlag”, sagte der Minister im ARD-Morgenmagazin. Westerwelle appellierte an die gesamte arabische Welt, zu friedlichen Protesten zurückzukehren.

Er lobte die Bedeutung des Internet für die Revolution in arabischen Ländern. “Es gibt aber auch einen Fluch des Internets – nämlich, dass auch die verrücktesten und fanatisch verblendetsten Menschen ihr dümmstes Zeug ins Internet stellen können und dabei leider auch die Gefühle von vielen Menschen verletzen”, sagte Westerwelle. Manche Menschen in der arabischen Welt wüssten nicht, dass dies nicht repräsentativ für die Einstellung im Westen sei. “Sie glauben, dass das in irgendeiner Form regierungsamtlich gebilligt wird.”

Der Außenminister zeigte sich angesichts der anti-amerikanischen Proteste in der arabischen Welt besorgt auch um deutsche Auslandsbeamte: “Wir Deutsche machen uns natürlich auch Sorgen um die Sicherheit unserer eigenen Landsleute in den betroffenen Ländern”, so Westerwelle. Er forderte zugleich die entsprechenden Länder auf, den Schutz der Auslandsvertretungen sicherzustellen. Es sei wichtig, dass Diplomaten ihre Arbeit in den Gastländern ohne Angst verrichten könnten. Es sei eine Verstärkung der Sicherheit an den deutschen Auslandsvertretungen in einigen Ländern veranlasst worden. (Quelle: AA/liberale.de)

Es war zu gewaltsame Angriffen  fanatisierter Islamisten auf diplomatische Vertretungen der USA in Ägypten, Libyen und im Jemen gekommen, die in Kairo noch anhalten. Bisher wurden vier US-Diplomaten des Generalkonsulats in Bengasi  von einer aufgebrachten Menge  regelrecht gelyncht – darunter der US-Botschafter in Tripolis Christopher Stevens, der sich in Bengasi aufhielt.

.Die US-Außenminsiterin Hillary R. CLINTON sagte in Washington D.C.: “Auf der ganzen Welt riskieren amerikanische Diplomaten und Entwicklungsexperten jeden Tag ihr Leben im Dienste unseres Landes und unserer Werte, weil sie davon überzeugt sind, dass die Vereinigten Staaten ein Motor für Frieden und Fortschritt in der Welt sein müssen, und dass diese Ideale es wert sind, danach zu streben und sich für sie zu opfern. Ebenso wie unsere Frauen und Männern in Uniform stehen sie für eine lange Tradition einer mutigen und großzügigen Nation.” (AD)

US-Präsident Barack OBAMA sagte auf einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Colorado – ausdrücklich als Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte: “Ich möchte, dass Sie wissen: wir werden diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die unsere amerikanischen Mitbürger umgebracht haben. Das ist meine höchste Priorität”.

Weiter sagte Obama: “Die Vereinigten Staaten verurteilen diesen verbrecherischen und schockierenden Angriff auf das Schärfste The United States condemns in the strongest terms this outrageous and shocking attack Kein Terroranschlag wird jemals die Entschlossenheit dieser großartigen Nation erschüttern, ihren Charakter verändern oder das Licht verdunkeln, das unsere Werte ausstrahlen. No acts of terror will ever shake the resolve of this great nation, alter that character, or eclipse the light of the values that we stand for.

Seit ihrer Gründung sind die Vereinigten Staaten ein Land, das alle Glaubensrichtungen respektiert. Wir lehnen alle Bestrebungen zur Verunglimpfung religiöser Überzeugungen anderer ab. Aber es gibt überhaupt keine Rechtfertigung für diese Art der sinnlosen Gewalt. Überhaupt keine. Die ganze Welt muss diese brutalen Gewaltakte unmissverständlich verurteilen. Since our founding, the United States has been a nation that respects all faiths. We reject all efforts to denigrate the religious beliefs of others. But there is absolutely no justification to this type of senseless violence.” (Quelle: Amerika-Dienst – AD)

Der US-Präsident entsandte 50 Elitesoldaten der US-Marines – “ a Marine Corps fleet antiterrorism security team” - nach Tripolis, um die dortige Botschaft zu schützen. Zwei amerikanische Kriegsschiffe mit “Tomahawk”-Marschflugkörpern patrollieren vor der libyschen Küste, US-Aufklärungs-Drohnen überwachen den libyschen Luftraum.

Das US-Verteidigungsministerium teilte mit, man habe das Botschaftsoersonal in Libyen “evakuiert” und die Verletzten ausgeflogen. In enger Absprache mit dem Weißen Haus und dem US-Außenministerium sei der Schutz der diplomatischen und konsularischen US-Verttretungen im Nahen Ost verstärkt worden. Die US-Streitkäfte stünden jeder Zeit bereit, Aufforderungen zu Schutzmaßnahmen und den Befehlen des US-Präsidenten (“orders as directed by the president of the United States” unverzüglich zu folgen

Zur Aufdeckung der Hintergründe und zur Überführung der Anführer dieser “schwer bewaffneten Kampftruppe” (Clinton), die in Libyen die US-Botschaft angriff, wurde auch das Federal Bureau of Investigation (FBI) und das US-.Justizministerium beauftragt.(DoD-gov.)

 

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