Vor den “Schicksals”-Wahlen

GiNN-BerlinKontor.—Ein Zwischenruf—-Die Nummer 1-Regel einer erfolgreichen Public Relations-Arbeit ist: nenne oder benutze NIE die “Firmenbezeichnung” deines konkurrienden Gegners – in Wirtschaft wie in der Politik. Die Neu-Partei Alternative für Deutschland (AfD) geriet in den Wahlkämpfen 2015/16 ins Fadenkreuz aller politischen Parteien – von den Christsozialen bis zu den Kommunisten. Keine politische Wahl-Berichterstatung ohne die mehrfache Nennung der “rechtskonservativen” Firma AfD – mit gleichzeitiger Verdächtigung, dahinter würden sich doch mehrheitlich “Neo-Nazis” verbergen. Kein Interview ohne persönliche Attacken auf AfD-Politiker und somit auch auf die Wähler dieser Partei.

Die Sozialdemokraten verloren wegen der Agenda 2010 mehr als 10 % ihrer Wähler an DIE LINKE. Scharfe Angriffe auf Politiker der Vereinigten Linken danach bewirkten nichts. Die Ex-SPD-Wähler blieben in der linken Ecke.

Die Christdemokraten konnten sich nicht vorstellen, dass neben der UNION eine weitere Partei rechts der Mitte entstehen könne. Bayerns Ex-Ministerpräsident und Ex-CSU-Chef Franz-Josef Strauß sagte 1986,  als die Republikaner als “nationalkonservative Kraft und demokratische Alternative” auftauchten : Rechts von der CSU darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben”. Nun ist sie da – die “verruchte”AfD, – so die Abwehr-Propaganda der etablierten Parteien – die um ihre noch verbliebene Wählerschaft fürchten.

Ich meine: die Parteien und die Medien hätten  sich verstärkt auf die NICHT-Wählerschaft konzentrieren sollen – auf die stärkste politische “Partei” in  Deutschland. Die AfD hat diese “Marktlücke” erkannt und wird dort erfolgreich abräumen. I bet!

Laut Verfassung hat auch die  AfD  das demokratische Recht, sich parteipolitisch öffentlich und kämpferisch zu äußern. Es ist doch offensichtlich, das die AfD zunächst eine “bezahlte” Oppostion in den Länderparlamenten anstrebt. Alle unterstellten “heimtückischen Pläne der bösen Alternativen” haben m.E. das Gegenteil bewirkt. Sie werden ja wohl nie eine regierungsfähige Mehrheit haben.

Fakt aber wird sein, dass die in die Landtage einziehenden AfD-Abgeordneten natürlich die Regierungschefs und Kabinettmitglieder mit wählen werden. Und wer will wissen, wen sich “in geheimer Wahl” unterstützen werden. Die bisherige Mandats-Mathematik kann man jedenfalls vergessen. Die neuen MdL/MdL der AfD werden künftig mitmischen – ob es uns nun gefällt oder nicht.

-Ps

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