Verbraucherstimmung steigt

GiNN-BerlinKontor.— Die Gesellschaft für Konsumerforschung (GfK) teilt mit: Die Stimmung der Verbraucher kann sich auch im Hochsommer dieses Jahres weiter verbessern. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung wie auch die Anschaffungsneigung können im Juli im Vergleich zum Vormonat zulegen. Folglich prognostiziert der Gesamtindikator für August 7,0 Punkte nach 6,8 Punkten im Juli 2013.

GfK: Nicht nur das Wetter zeigte sich in diesem Monat von seiner sommerlichen Seite, auch die deutschen Konsumenten befinden sich in einem Sommerhoch. Anhaltend stabile Beschäftigungsaussichten sowie eine moderate Inflationsrate lassen den Optimismus im Juli noch einmal ansteigen. Davon können die Konjunktur- und Einkommenserwartung profitieren. Aber auch die Anschaffungsneigung kann ihr ohnehin sehr hohes Niveau noch einmal toppen und erreicht in diesem Monat ein neues 18-Monats-Hoch.

Die Konjunkturerwartung der deutschen Verbraucher steigt im Juli zum dritten Mal in Folge an. In diesem Monat beträgt das Plus 3,2 Punkte. Damit weist der Indikator aktuell 4,3 Zähler auf und stabilisiert sich im positiven Wertebereich, das heißt, über der Nulllinie, die den langfristigen Mittelwert dieser Größe beschreibt.

Der Trend der Konjunkturaussichten ist seit Ende letzten Jahres aufwärts gerichtet, wenngleich der Indikator nach wie vor noch Luft nach oben lässt. Das gegenwärtig nur gering überdurchschnittliche Niveau deutet darauf hin, dass die konjunkturelle Erholung der deutschen Wirtschaft eher zögerlich und nicht frei von kleinen Rückschlägen verlaufen dürfte. Die hartnäckige Rezession in einer Reihe von Ländern der Eurozone verhindert derzeit auch in Deutschland eine rasche Besserung der wirtschaftlichen Lage.

Hinzu kommt, dass sich durch das Eingreifen der Regierung offenbar auch die Wachstumsdynamik in China leicht abzuschwächen beginnt, um den sich überhitzenden Bankenmarkt etwas abzukühlen. Dies könnte die Exportaussichten der deutschen Wirtschaft ebenfalls belasten.

Wie die Konjunkturaussichten der Verbraucher ist auch der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands das dritte Mal in Folge gestiegen. Die aktuelle Geschäftslage wird von den Unternehmen in Deutschland positiver als im Vormonat eingeschätzt.

Verbesserte Konjunkturaussichten lassen auch die Einkommenserwartung im Juli dieses Jahres deutlich steigen. Nach einem Plus von 6,6 Punkten weist der Indikator nun 42,8 Zähler auf. Dies ist bereits der vierte Anstieg in Folge. Ein höherer Wert wurde zuletzt vor gut zwei Jahren im Juni 2011 mit 44,6 Punkten erreicht. Der Trend ist seit Ende letzten Jahres aufwärts gerichtet.

Der maßgebliche Grund für diese überaus optimistische Einschätzung der eigenen finanziellen Entwicklung ist der stabile Arbeitsmarkt. Und hier sehen sich die deutschen Arbeitnehmer innerhalb Europas in einer vergleichsweise komfortablen Position. Denn Deutschland ist das einzige Land in Europa, in dem die Arbeitslosigkeit, im Vergleich zu der Zeit vor der Krise im Jahr 2007, signifikant zurückgegangen ist. Als Folge der stabilen Beschäftigungssituation hat sich auch die tatsächliche Einkommenssituation für viele Arbeitnehmer verbessert.

Dieses belegen die Tarifabschlüsse der vergangenen Monate, die bei einem Plus von rund 3 Prozent liegen. Vor dem Hintergrund einer moderaten Inflation stärkt dies die Kaufkraft der Beschäftigten. Davon können in diesem Jahr die Rentner im Westen allerdings nicht profitieren. Sie sie müssen mehr oder weniger mit einer Nullrunde leben, denn ihre Bezüge aus der gesetzlichen Rente wurden nur um magere 0,25 Prozent angehoben. (Quelle: gfk.de)

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