Verbraucherpreise gestiegen

GiNN-BerlinKontor.–-In Deutschland lagen die Verbraucherpreise im Juni 2013 um 1,8 % höher als im Juni 2012. Die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex – hatte im Mai 2013 bei 1,5 % und im April 2013 noch bei 1,2 % gelegen. Der Preisauftrieb hat sich damit den zweiten Monat in Folge verstärkt. Eine höhere Teuerungsrate wurde zuletzt im Dezember 2012 mit + 2,0 % ermittelt. Im Vergleich zum Vormonat Mai 2013 stieg der Verbraucherpreisindex im Juni 2013 um 0,1 %. Das Statistische Bundesamt bestätigt somit seine vorläufigen Gesamtergebnisse vom 28. Juni 2013.

Die Gesamtteuerung wurde im Juni 2013 gegenüber Juni 2012 von den deutlichen Preiserhöhungen bei Nahrungsmitteln und Energie geprägt. Nahrungsmittel verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,4 % und damit sogar deutlich stärker als die Energie (+ 3,0 %). Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei diesen beiden Güterbereichen lag die Teuerungsrate im Juni 2013 bei 1,3 %.

Bei den Nahrungsmitteln mussten die Verbraucher spürbar mehr als vor einem Jahr für Speisefette und Speiseöle (+ 13,0 %; darunter Butter: + 27,1 %) sowie Gemüse (+ 10,4 %; darunter Kartoffeln: + 35,2 %) und Obst (+ 9,2 %; darunter Äpfel: + 21,1 %) zahlen. Erheblich teurer waren auch Molkereiprodukte und Eier (+ 5,3 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (+ 5,0 %). Auch bei allen anderen Nahrungsmittelklassen gab es überdurchschnittliche Preiserhöhungen (zum Beispiel Brot und Getreideerzeugnisse: + 2,2 %).

Bei der Energie blieb der Strom mit + 12,0 % erheblich teurer als vor einem Jahr, vor allem in Folge der Erhöhung der EEG-Umlage zum Jahresbeginn 2013. Auch die Preise für feste Brennstoffe (+ 4,3 %), Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (+ 2,9 %) sowie Gas (+ 1,6 %) lagen über dem Vorjahresniveau. Etwas günstiger binnen Jahresfrist wurden hingegen Mineralölprodukte (− 1,2 %; davon leichtes Heizöl: − 2,4 %; Kraftstoffe: − 0,8 %).

Die Preise für Waren insgesamt erhöhten sich im Juni 2013 im Vergleich zu Juni 2012 um 2,3 %. Vor allem bedingt durch die Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln stiegen hier am stärksten die Preise für Verbrauchsgüter (+ 3,0 %). Einige Waren hingegen verbilligten sich binnen Jahresfrist (zum Beispiel Kaffee: − 5,3 %; Geräte der Unterhaltungselektronik: − 5,0 %; Informationsverarbeitungsgeräte: − 11,7 %).

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt stiegen im Juni 2013 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,6 % (darunter Sport- und Erholungsdienstleistungen: + 4,3 %; Pauschalreisen: + 3,3 %; Bahnfahrkarten: + 3,0 %). Der deutliche Preisanstieg bei Glücksspielen (+ 21,1 %) ergibt sich insbesondere aus der Preiserhöhung für die Spieleinsätze bei Lotto „6 aus 49“ im Mai 2013. Günstiger waren hingegen weiterhin Telekommunikationsdienstleistungen (− 1,4 %) und ambulante Gesundheitsdienstleistungen (− 12,2 %). Letzteres ist vor allem auf die Abschaffung der Praxisgebühr zum Jahresbeginn 2013 zurückzuführen. Der Preisrückgang bei den Finanzdienstleistungen hat sich im Juni 2013 gegenüber Juni 2012 verstärkt (− 11,8 %), da bei weiteren Banken Bearbeitungsgebühren für Privatkredite weggefallen sind.

Im Vergleich zum Vormonat Mai 2013 stieg der Verbraucherpreisindex im Juni 2013 um 0,1 %. Teurer binnen Monatsfrist waren Nahrungsmittel (+ 0,4 %), insbesondere Speisefette und Speiseöle (+ 1,7 %; darunter Butter: + 2,9 %), aber auch einige Obst- und Gemüsesorten (zum Beispiel Äpfel: + 10,3 %; Kartoffeln: + 12,6 %; Gurken: + 16,9 %). Preisanstiege gab es auch bei Beherbergungsleistungen (+ 1,5 %) und Pauschalreisen (+ 5,0 %).

Leicht rückläufig waren hingegen die Preise für Mineralölprodukte (− 0,2 %): Die Preise für leichtes Heizöl gaben den vierten Monat in Folge nach (− 0,7 % gegenüber Mai 2013). Die Kraftstoffpreise insgesamt blieben im Juni 2013 stabil, die Preise für die einzelnen Kraftstoffsorten entwickelten sich jedoch unterschiedlich (zum Beispiel Dieselkraftstoff: − 0,5 %, aber Superbenzin: + 0,2 %). Aus Verbrauchersicht günstig entwickelten sich auch die Preise für Bekleidung und Schuhe (− 1,4 %; darunter Bekleidungsartikel: − 1,9 %). (Quelle: Destatis)

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