Verbraucherpreise 1/2013

GiNN-BerlinKontor.—Laut Statistisches Bundesamt hat sich die Inflationsrate abgeschwächt. Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Januar 2013 gegenüber Januar 2012 um 1,7 %. Im Dezember 2012 hatte sie – gemessen am Verbraucherpreisindex – noch bei + 2,0 % gelegen.

Eine Teuerungsrate von + 1,7 % wurde zuletzt im Juni 2012 gemessen. Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2012 sank der Verbraucherpreisindex um 0,5 %.

Die Inflationsrate wurde im Januar 2013 weiterhin von gestiegenen Preisen für Nahrungsmittel und Energie geprägt. Auf diese beiden Bereiche ging mehr als die Hälfte der gesamten Preissteigerung gegenüber dem Vorjahr zurück..

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im Januar 2013 gegenüber Januar 2012 um 4,5 %. Erheblich mehr als vor einem Jahr mussten die Verbraucher für Gemüse (+ 8,6 %) und Obst (+ 7,9 %) zahlen. Deutlich teurer als im Januar 2012 waren auch Fleisch und Fleischwaren (+ 6,4 %) sowie Fisch und Fischwaren (+ 5,1 %). Günstiger wurden dagegen Speisefette und Speiseöle (− 3,5 %). Energie verteuerte sich im gleichen Zeitraum um 3,9 % (davon Haushaltsenergie: + 5,8 %; Kraftstoffe: + 0,5 %) und damit erneut weniger stark als die Nahrungsmittel.

Im Jahresvergleich erhöhten sich bei der Haushaltsenergie vor allem die Strompreise um + 12,1 %. Deutliche Preiserhöhungen gab es auch bei Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (+ 6,2 %) sowie bei festen Brennstoffen (+ 3,7 %). Dagegen verbilligte sich leichtes Heizöl gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,5 %. Insbesondere durch die steigenden Strompreise wirkte sich die Energiepreisentwicklung im Januar 2013 wieder stärker auf die Inflationsrate aus als im Dezember 2012: Ohne Berücksichtigung der Energiepreisentwicklung lag die Teuerungsrate im Januar 2013 bei + 1,3 %.

Im Monat Januar treten regelmäßig gesetzliche Änderungen in Kraft, die in die Preisermittlung einfließen. Im Januar 2013 wirkte sich insbesondere die Abschaffung der Praxisgebühr aus: Die Gesamtteuerung verringerte sich allein dadurch im Januar 2013 um knapp 0,2 Prozentpunkte.

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt stiegen im Januar 2013 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,1 %. Preiserhöhungen gab es zum Beispiel bei Pauschalreisen (+ 5,4 %), Versicherungsdienstleistungen (+ 1,8 %) und Nettokaltmieten (+ 1,2 %). Preisrückgänge waren hingegen nicht nur bei der Gesundheitspflege (− 3,6 %) infolge der Abschaffung der Praxisgebühr sondern auch bei den Finanzdienstleistungen (− 11,2 %) zu verzeichnen. Verbraucherfreundlich blieb auch die Preisentwicklung bei der Nachrichtenübermittlung (− 1,7 %; darunter Telekommunikationsdienstleistungen: − 1,8 %).

Die Preise für Waren insgesamt erhöhten sich im Januar 2013 im Vergleich zum Januar 2012 um 2,3 %. Während die Preise für Verbrauchsgüter (+ 3,3 %) deutlich stiegen, waren langlebige Gebrauchsgüter günstiger (− 0,7 %; darunter Geräte der Unterhaltungselektronik: − 7,2 %; Informationsverarbeitungsgeräte: − 6,0 %).

Im Vergleich zum Dezember 2012 sank der Verbraucherpreisindex im Januar 2013 um 0,5 %. Der Preisrückgang gegenüber dem Vormonat resultierte teilweise aus der bereits erwähnten Abschaffung der Praxisgebühr. Andererseits gab es aber auch saisonübliche Preisrückgänge: Vor allem die Preise für Pauschalreisen (– 17,7 %), aber auch für Flugtickets (– 3,6 %) lagen deutlich unter dem Preisniveau des Urlaubsmonats Dezember. Aufgrund der Rabatte bei Winterwaren sanken gegenüber dem Vormonat zudem insbesondere die Preise für Bekleidungsartikel (– 6,6 %).

Die Preise für Energie stiegen im Januar 2013 gegenüber Dezember 2012 um 2,3 %. Wesentlich dazu beigetragen hat die Preiserhöhung bei Strom um 9,9 %. Vor einem Jahr hatte der Anstieg der Strompreise von Dezember auf Januar lediglich 1,1 % betragen. Etwas günstiger gegenüber dem Vormonat wurden im Januar 2013 leichtes Heizöl (– 0,5 %) und Kraftstoffe (– 0,3 %; darunter Dieselkraftstoff: – 1,0 %).

Teurer wurden im Vergleich zum Vormonat auch Nahrungsmittel (+ 0,9 %). Hier verteuerte sich vor allem saisonüblich Gemüse (+ 2,9 %; darunter Tomaten: + 22,5 %; Kartoffeln: + 2,1 %), wohingegen die Preise für Speisefette und Speiseöle sanken (– 1,2 %; darunter Margarine: – 4,3 %). Die Preise für alkoholfreie Getränke sanken um 0,1 %. Auffällig waren hier die niedrigeren Preise für Bohnenkaffee (− 2,0 %). (Quelle:destatis)

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