USA schicken Verstärkung nach Afghanistan

GiNN-BerlinKontor.—Nach der US-Truppenverstärkung in Afghanistan werden erbitterte Kämpfe mit hohen Verlusten gemeldet. Nach einem Bericht der NEW YORK TIMES (08.010) sind allein im letzten Jahr 430 US-amerikanische Soldaten am Hindukusch gefallen – über 5500 GIs wurden verwundet. Hohe Militärs sprechen von einem “zunehmenden Operationstempo”  (“increased operational tempo”)  im Kampfgebiet.  Der Oberbefehlshaber der US-Truppen in Afghanistan , General David H. PETRAEUS, setzte weitere Truppenverstärkungen in Marsch. Anfang Januar wurden 1 400 US-Soldaten des 26. Expeditionsheeres in den Südwesten Afghanistans verlegt.

Nach Mitteilung des U.S. Central Command stehen weitere amphibische Landungstruppen  an Bord von US-Kriegsschiffen im Indian Ocean/Arabian Sea “in Bereitschaft”. Sie  gehören zur  Kearsarge Amphibious Ready Group. Die USS Kearsarge (LHD-3) ist ein amphibisches Angriffsschiff der United States Navy und gehört zur Wasp-Klasse. Die zusätzlichen Truppen der 22nd Marine Expeditionary Unit sollen – so das US-Verteidigungsministerium – “nach Konsultationen mit der afghanischen Regierung” eingesetzt werden. Vor allem in der Helmand-Provinz nahmen die Kämpfe zu. Hier sind vornehmlich Eliteeinheiten der US-Marines stationiert.

Wie das Pentagon mitteilt, haben sich seit dem 12. September 2001 mehr als 70 Staaten im “global war on terrorism” den Vereinigten Straaten von Amerika angeschlossen  Heute haben  21 Länder ca 16 000 Soldaten unter das zentrale Kommando der US-Streitkräfte in Afganistan gestellt. Deutschland entsandte ca. 5000 Bundeswehr-Soldaten.

US-Präsident Barack H. OBAMA hatte vor einem Jahr der Entsendung von zusätzlichen 30 000 Soldaten nach Afghanistan zugestimmt. Er räumte dem US-Verteidigungsminister damals eine zusätzliche Reserve von 3000 Soldaten “bei Bedarf” ein.

Das deutsche Verteidigungsministerium erklärte zum Jahresbeginn:  “Die Terrorangriffe vom 11. September 2001 haben gezeigt, wie leicht unsere Sicherheit durch radikale Fanatiker aus entlegensten Gegenden der Welt bedroht werden kann. Afghanistan unter den Taliban war ein solcher Ort. Im Rahmen des Nordatlantischen Bündnisses (NATO) und der Staatengemeinschaft hat sich die Bundesrepublik Deutschland damals bereit erklärt, einen Beitrag zu Befriedung und Wiederaufbau dieses gefährlichen und quasi rechtsfreien Raums zu leisten. Der Sturz der Taliban und das entschlossene Vorgehen gegen das Terrornetzwerk Al-Qaida haben den dort agierenden Terrornetzwerken den sprichwörtlichen Boden entzogen und die unmittelbar aus den afghanischen Rückzugsräumen ausgehende Bedrohung zunächst eingedämmt.

Auf Dauer kann aber nur ein hinreichend stabiler afghanischer Staat dafür sorgen, dass von seinem Boden keine Gefahr mehr ausgeht. Der Aufbau eines neuen afghanischen Gemeinwesens begann 2002 in einer trügerisch ruhigen Sicherheitslage. Das deutsche Engagement in Afghanistan hat im Zuge seiner Anpassungen an die Herausforderungen des Einsatzes wirksame neue Instrumente der zivil-militärischen Zusammenarbeit in Konfliktgebieten hervorgebracht, angesichts der anfänglichen Erfolge jedoch zuweilen auch unrealistische Zielsetzungen. Doch die zunächst unterlegenen Taliban und andere ehemalige Kriegsfürsten sammelten im Exil – zumeist in Pakistan – neue Kräfte und schlugen zurück. Die Sicherheitslage in Afghanistan verschlechterte sich ab 2006 erheblich. Soldaten der Bundeswehr standen erstmals im Gefecht; allzu oft waren auch in Deutschland Gefallene zu beklagen. 2010 wurde zum verlustreichsten Jahr der internationalen Militärpräsenz. Dies liegt nicht zuletzt am Truppenaufwuchs der internationalen Schutztruppe ISAF und der gestiegenen Operationsdichte.”(BMVg)

Die USA verloren seit 2001 in Afghanistan fast 1 500 Soldaten.

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