USA: Noch hat Iran keine A-Bombe

GiNN-BerlinKontor.—Die US-Regierung glaubt nicht, das die Islamische Republik IRAN bereits im Besitz einer Atombombe ist. Nach Einschätzung des US-Verteidigungsministers Leon PANETTA  könnte Teheran jedoch  binnen zwölf Monaten  in der Lage sein, Atomwaffen zu entwickeln. Die iranischen “Atombauer” benötigten jedoch anschliessend weitere ein bis zwei Jahre, um  Nuklearköpfe  auf Trägersysteme wie z.B. Raketen zu installieren, sagte Panetta dem US-TV-Sender CBS “60 Minutes”. 

In Vorbereitung auf einen möglichen Konflikt am Persischen Golf  entwickeln die USA  eine “schwimmenden Militärbasis” sowie eine präzisionsgelenkte, bunkerbrechende Bombe mit sehr hoher Durchschlagskraft (MOP), die eine sechsfach größerere Durchschlagkraft  haben soll als die bisher zur Verfügung stehenden Bomben/Raketen , und die die unterirdischen “in Felsen gesprengten” Nuklearwerke im Iran zerstören könnten/würden, bestätigte das Pentagon.  Die MOP=Massive Ordnance Penetrator wird von den US-amerikanischen Konzernen Boeing und Northrop Grumman entwickelt.

Laut der Internationalen Atombehörde in Wien (IAEA) arbeitet das iranische Regime weiterin an einem Programm für Atomwaffen. In dem Bericht vom November 2011 heißt es, mehr als 10 Staaten hätten der International Atomic Energy Agency mitgeteilt, dass ihre Nachrichtendienste  Hinweise auf “activities relevant to the development of a nuclear device” bestätigt  hätten.

US-Verteidigungsminister Panetta drohte unmißverständlich mit militärischen Aktionen gegen den Iran: “Wenn Teheran die Einwicklung zum Bau von Atomwaffen nicht einstellt und unsere Nachrichtendienste dies weiter bestätigen, werde wir die notwendigen Schritte einleiten,  um dies zu stoppen”. Der Iran dürfe kein  Atomstaat werden. (“If Iran  proceed and we get intelligence that they’re proceeding with developing a nuclear weapon then we will take whatever steps are necessary to stop it,  The US will take every possible step to stop Iran from becoming a nuclear-capable state, ” so Panetta im TV-Sender CBS ’60 Minutes’ am 29.01.)  Der US-Präsident nehme “keine der Optionen vom Tisch” (“There are no options that are off the table” ), erinnerte Panetta.

Der Präsident der Vereinten Staaten, Barack H. OBAMA  und die Regierung in Israel habe Teheran davor gewarnt, die “rote Linie” zu überschreiten, unterstrich Panetta.  Wenn militärische Aktionen unvermeidlich seien,  würde man dies tun: “If we have to do it, we will do it.” Der US-Präsident in seiner Rede zur Lage der Nation im US-Kongress:  “Let there be no doubt America is determined to prevent Iran from getting a nuclear weapon, and I will take no options off the table to achieve that goal,” (cbs.com/DoD/ whitehouse)

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang ISCHINGER, warnte davor, den Iran zu unterschätzen. Man müsse das Säbelrasseln der Islamischen Republik ernst nehmen, sagte der ehemalige deutsche Botschafter in Washington D.C,. der WELT.  Bisher habe man immer gesagt, dass ein nuklear bewaffneter Iran undenkbar sei. Er stelle sich jedoch die Frage, was geschehe, wenn es doch dazu komme. Auch Israel müsse eine Antwort darauf geben, was dann zu tun sei. Ischinger verwies darauf, dass die Sanktionspolitik der EU bislang nicht den gewünschten Kurswechsel Teherans erbracht habe. (Die Welt/deutschlandradio)

Beobachter in Jerusalem und in Washington D.C. schliessen auch einen “Alleingang” der israelischen Streitkräfte gegen die Atomanlagen im Iran nicht aus. Israel würde im Falle eines solchen Präventivschlags” die USA erst vom Angriff unterrichten, wenn es zu spät sei, die Operation von US-Seite aus zu stoppen, wird kolportiert.

The Israel Project (TIP)  verweist auf einen Beitrag von Ronen BERGMAN (Yediot Aharonot) in The New York Times , in dem es heißt: ”
„(Israels Ministerpräsident) Netanjahu und (Verteidigungsminister) Barak haben beide wiederholt betont, dass noch keine Entscheidung getroffen und noch keine Deadline für die Entscheidungsfindung festgelegt wurde. Während unseres Gesprächs präsentierte Barak jedoch drei Kategorien von Fragen, die er folgendermaßen formulierte: ‚Israels Fähigkeit, anzugreifen’, ‚internationale Legitimität’ und ‚Notwendigkeit’. Alle drei müssen positiv beantwortet werden, bevor die Entscheidung zum Angriff getroffen werden kann“:

1. Ist Israel in der Lage, den iranischen Nuklearanlagen ernsthaften Schaden zuzufügen und das iranische Atomprogramm wesentlich aufzuhalten? Und können das Militär und die israelische Bevölkerung dem unvermeidlichen Gegenangriff standhalten?
2. Hat Israel die offene oder stillschweigende Unterstützung, insbesondere der USA, für einen Angriff?
3. Sind alle anderen Möglichkeiten, die iranische nukleare Bedrohung auszuschalten, erschöpft, so dass Israel zum Handeln gezwungen ist? Wenn ja, ist dies die letzte Gelegenheit für einen Angriff?” (Quelle: TIP)

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