USA für Rücktritt des IWF-Chefs Strauss-Kahn

GiNN-BerlinKontor.—Die US-Regierung hat wegen der Inhaftierung des Chefs des Internationalen Währungsfonds (IWF)  Dominique STRAUSS-KAHN, der in New York wegen angeblicher versuchter Vergewaltigung einer Hotelangestellten in Untersuchungshaft sitzt,  zum Rücktritt aufgefordert. US-Finanzminister Timothy GEITHNER sagte in New York, er  sei offensichtlich nicht mehr in der Lage, den IWF zu führen.”(“He is obviously not in a position to run the I.M.F.”).  Der Fonds sollte einen neuen Interimsleiter einsetzen (“It is important that the board of the  International Monetary Fund formally put in place for an interim period someone to act as managing director.”) Auch die österreichische Finanzministerin Maria FEKTER und ihre spanische Kollegin Elena SALGADO forderten Strauss-Kahn  zum Rücktritt auf.

Seit der Verhaftung des IWF-Chefs wird der Fonds von Strauss-Kahns Stellvertreter John LIPSKY geleitet. Das 24-köpfige IWF-Direktorium könnte den Franzosen Strauss-Kahn sofort seines Postens entheben. Der Ex-Finanzminister Frankreichs wollte für die Sozialisten für die Präsidentschaft kandidieren.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) – auch “Weltwährungsfonds” genannt) -  ist eine Organisation der Vereinten Nationen. Er ist eine Schwesterorganisation der Weltbank-Gruppe – Sitz in Washington, D.C. Zu seinen Aufgaben gehören: Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Kreditvergabe und  Überwachung der Geldpolitik.

Der IWF wurde am 22. Juli 1944  gegründet, nahm aber erst 1947 seine operative Arbeit auf. Bisher wurde der Fonds von Europäern geleitet. Von 2000 bis 2004 war Bundespräsident a.D. Horst KÖHLER geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds.

Wie heißt, haben der türkische Finanzminister Mehmet SIMSEK sowie der frühere Wirtschaftsminister Kemal DERVIS ihr Interesse an der Nachfolge Strauss-Kahns erklärt. (NYT)

Für Bundesfinanzminister Wolfgang SCHÄUBLE (CDU) ist  der IWF trotz der Festnahme von Dominique Strauss-Kah weiterhin arbeitsfähig. Im ARD-Bericht aus Bonn, der IWD sei nach wie vor arbeitsfähig.. Die Lösung der EU-Probleme sei durch die Festnahme von Strauss-Kahn “nicht belastet”. (ARD)

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