USA besorgt über Türkei

GiNN-BerlinKontor.—Die  “neue Außenpolitik” des NATO-Partners Türkei  beunruhigt zunehmend die US-Regierung.  Aus Washington D.C. wird berichtet, die Obama-Administration verfolge mit großer Sorge die fortschreitende “Islamisierung” der Türkei und den außen – und sicherheitspolitischen  “Schwenk”der Regierung in Ankara.

Nach der Militäraktion der israelischen Marine gegen die so genannte Solidaritätsflotte beim Versuch mit türkischen Charterschiffen die Gaza-Seeblockade zu brechen, hatte der  türkische Ministerpräsident Recep Tayyip ERDOGAN  Israel  “Staatsterrorismus” vorgeworfen.  Die Türkei rief ihren Botschafter aus Israel ab. Ankara fordert von Israel eine Entschuldigung sowie Schadensersatz für den Angriff auf eines der türkischen Schiffe, die Hilfsgüter in den Gazastreifen transportieren wollten.

Auch die türkische Haltung im Atomstreit mit der Iranischen Republik wird von der US-Regierung äußerst kritisch beobachtet -  auch weil die Beziehungen zu Syrien demonstrativ ausbaute. So wurden die Visa-Schranken  zwischen Syrien und der Türkei abgeschafft.  Man kann jetzt die Grenzen ohne Pass und Visum passieren und in das Nachbarland einreisen.

Wie es heißt, habe die türkische Regierung diese “Umorienhtierung” ihrer Außenpolitik vorgenommen, weil sie nicht mehr daran glaube, Mitglied der Europäischen Union (EU) zu werden. Sie sei es  “satt, immer wieder vertröstet zu werden”, so ein Diplomat in Brüssel.

TIME Magazine
brachte einen Türkei-Bericht mit dem Titel “Wendung nach Osten”,  in dem die “schleichende Islamisierung” der Türkei analysiert wird.  US-Verteidigungsminister Robert GATES habe die EU für diese Entwicklung im NATO-Land Türkei verantwortllich gemacht, heißt es in dem Bericht. Gates wird mit den Worten zitiert:   “Wenn es stimmt, dass die Türkei nach Osten abdriftet, dann nicht zuletzt, weil sie von jenen in Europa getrieben worden ist, die der Türkei die organische Anbindung an den Westen verweigert haben.”

US-Präsident Barack H. OBAMA hatte noch bei seinem Türkei-Besuch 2009  die “Partnerschaft zwischen einem vorwiegend christlichen und einem vorwiegend muslimischen Land”  als  “Vorbild für die Welt” gelobt, Nun sucht die Türkei offensichtlich “andere Allianzen”.

Die ARD-tagesschau berichtete aus Washington D.C., das  Jewish Institute for National Security Affairs habe der US-Regierung  bereits empfohlen, die Türkei zum Verlassen der NATO aufzufordern.   Die Türkei habe als NATO-Mitglied Zugang zu wichtigen Geheimdienst-Informationen – so zum Beispiel über den Iran und die Terrorismus-Abwehr.  Die von der Türkei “gesponserte” Aktion gegen die Gaza-Blockade habe gezeigt, dass die Türkei   Hamas, Teheran und Damaskus  als “neue beste Freunde” habe.

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