USA beginnen Abzug aus Afghanistan

GiNN-BerlinKontor.–-Bis zum Sommer 2012 wollen die Vereinigten Staaten von Amerika 33 000 Soldaten aus Afghanistan abziehen. US-Präsident Barack H. OBAMA Obama sagte in einer Fernsehrede am 22. 06., bis Ende 2011 würden zunächst 10.000 Soldaten in die USA zurückkehren, bis Mitte 2012 verlassen weitere 23 000 GIs Afghanistan. Der Krieg in Afghanistan dauert bereits 10 Jahre. “Dies ist der Anfang und nicht das Ende unserer Anstrengungen diesen Krieg zu beenden”, sagte Obama in der vom East Room des Weißen Hauses übertragenden Rede.

Obama: “Wir beginnen mit dem Abzug aus einer Position der Stärke. Die Al Qaida steht mehr unter Druck als jemals zuvor seit dem 11. September. Zusammen mit Pakistan haben wir mehr als die Hälfte der Al-Kaida-Führung unschädlich gemacht. Dank unserer professionellen Nachrichtendienstmitarbeiter und Spezialkräfte konnten wir Osama bin Laden töten, den einzigen Anführer, den die Al Kaida jemals hatte. Dies war ein Sieg für alle, die seit dem 11. September gedient haben. Ein Soldat fasste es sehr gut zusammen. Er sagte: „Die Botschaft lautet, wir vergessen nicht. Sie werden zur Rechenschaft gezogen, ganz gleich, wie lange es dauert.“

Der US-Präsident sagte weiter: “In Afghanistan haben wir den Taliban ernsthafte Verluste zugefügt und eine Reihe ihrer Hochburgen eingenommen. Neben unserer Truppenaufstockung haben auch unsere Verbündeten ihre Anstrengungen verstärkt, was zur Stabilisierung größerer Landesteile beigetragen hat. Die afghanischen Sicherheitskräfte sind um mehr als 100.000 Soldaten angewachsen und in einigen Provinzen und Gemeinden haben wir bereits mit der Übergabe der Verantwortung für die Sicherheit an die afghanische Bevölkerung begonnen. Im Angesicht der Gewalt und Einschüchterungen kämpfen und sterben Afghanen für ihr Land, bauen örtliche Polizeikräfte auf, eröffnen Märkte und Schulen, schaffen neue Chancen für Mädchen und Frauen und versuchen, nach Jahrzehnten des Krieges, ein neues ihres Landes Kapitel aufzuschlagen” (AD)

Die “Mission in Afghanistan” werde  “vom Kampf übergehen in Unterstützung”, so der Präsident. Der Abzug soll 2014 beendet sein. Dann sollten die Afghanen selbst für ihre Sicherheit sorgen. ” Our mission will change from combat to support.  By 2014, this process of transition will be complete, and the Afghan people will be responsible for their own security.”

Obama betonte: “Es ist Zeit, dass wir uns auf den Aufbau unserer Nation konzentrieren”.  Die letzten 10 Jahre  habe der Krieg Amerika US-$ 1 Billion gekostet. Nun gelte es,  wieder in “Amerikas größte Resourcen zu investieren – dem amerikanischen Volk”: Obama:  “Over the last decade, we have spent a trillion dollars on war, at a time of rising debt and hard economic times.  Now, we must invest in America’s greatest resource –- our people.”

Obama sagte weiter, es sei “gemeinsam mit Pakistan” gelungen, die Hälfte der Al-Qaida-Führung auszuschalten. Mit Hilfe von US-Agenten, Geheimdiensten und Spezialeinheiten habe man  den AL Qaida-Führer Osma bin Laden töten können, erinnerte der US-Präsident. Er schloss mit den Worten: “Möge Gott unsere Truppen segnen. Und möge Gott die Vereinigten Staaten von Amerika segnen.”

Der deutsche Außenmninister Guido WESTERWELLE (FDP)  wertete die Ankündigung Obamas als  “klares Bekenntnis der USA zu der international vereinbarten Strategie”. Deutsches Ziel bleibe es, zum Ende dieses Jahres mit dem Abzug der Bundeswehr beginnen zu können. Die Afghanistan-Politik gehe in eine neue Phase über”, sagte Westerwelle. Mit jedem Monat werde die Abzugsperspektive konkreter. In diesem Sommer soll damit begonnen werden, regional die Verantwortung an die afghanischen Sicherheitsstellen zu übergeben. Damit würden auch die Voraussetzungen dafür geschaffen, zum Ende des Jahres erstmalig das deutsche Truppenkontingent reduzieren zu können. Wir setzen auf eine politische Lösung, auf die Aussöhnung, auf die Reintegration, weil wir der Überzeugung sind, dass dieses – zusammengenommen mit der Übergabe der Sicherheitsverantwortung – uns dann auch mehr und mehr die Abzugsperspektive konkretisiert”, so der Bundesaußenminister. (Quellen: whitehouse.gov/ USInfo-AD/AA)

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