US-Wahl: Romney gegen Obama

GiNN-BerlinKontor.— Ende August wird der Parteitag der Republikaner ihren Kandidaten für die US-Präsidentschaft wählen. Es wird Mitt ROMNEY (65),  Ex-Gouverneur von Massachusetts, sein, der am 29./30.08. auf der 40. Republican National Convention in Tampa/Florida gemeinsam mit seinem “running mate” Paul D. RYAN den Wahlkampf der Reps anführen wird. Im Tampa Bay Times Forum – aus dem 15 000 Medienvertreter berichten und kommentieren werden – beginnt der “Feldzug” der Konservativen gegen den amtierenden Präsidenten Barack H. OBAMA, der weitere vier Jahre im Weißen Haus regieren möchte. Der Vizepräsident “to be” Paul Ryan *) ist Vorsizender des mächtigen Haushaltsausschusses im US-Repräsentantenaus und vertrat 14 Jahre lang den Staat Wisconsin im US-Kongress..

Top-Thema der Republikaner im Wahlkampf ist die nationale Wirtschaftskrise (“America’s economic crisis”). Mitt Romney will eine “Wende” der US-Wirtschaft (“a turnaround of the economy) und sie wieder zu “rapiden Wachstum” führen.

Die Arbeitslosenquote in USAlag 42 Monate bei 8 %, davor  sogar über 9 %, rechnet der Präsidentschaftskandiadt der Republikaner vor. Er habe jedoch einen Plan, demzufolge 12 Millionen neue Jobs geschaffen werden könnten. Amerika habe unter Obama – so Romney – das höchste Defizit seit dem Zweiten Weltkrieg produziert.  Eine Romney/Ryan Administration werdel “Amerikas Wohlstand wieder herstellen” und vor allem den Mittelstand stärken. Bis 2020 werde Amerika nicht mehr von Öl-Importen abhängig  sein, versprechen die beiden Republikaner.

Besonders wütend ist der Chef-Republikaner auf die angeblich $ 1 Billion  teuere Gesundheitsreform des US-Präsidenten Barack H. Obama. Dieses “Obamacre” müsse verschwinden, sagt Romney. Das US-Gesundheitssystem habe echte Probleme, die nach schneller Lösung riefen. Es müsse ein wirkliche Reform her, welche “die Kosten genau kontrolliert, die ärztliche Behandlungen verbessert und die den Patienten wieder zurückführt weg vom Staat und hin zur eigenen Entscheidung und die der Mediziner”:  Romney in Tampa: “It is time for a reform that controls costs, improves care, and returns decisions to patients and their doctors and the states instead of the federal government.”

Ein Interview des Parteigenossen Todd AKIN aus Missouri brachte die REP-Kandidaten kurz vor dem Nomininierungsparteitag in helle Aufregung. Der Kongressabgeordnete und strikte Abtreibungsgegner sagte dem TV-Sender FOX, soweit er es im Gespräch mit Ärzten verstanden habe, “sind Schwangerschaften bei einer wirklichen Vergewaltigung ziemlich selten. Bei einer echten Vergewaltigung hat der weibliche Körper Möglichkeiten, sich gegenüber der ganzen Sache zu verschliessen.” Denn: „Wenn es sich um eine wirkliche Vergewaltigung handelt, hat der weibliche Körper Möglichkeiten, mit denen er versucht, das Ganze zu verhindern.“ Weiter plauderte Akin, wenn doch einmal das eher Seltene eintreten sollte, dann dürfe nicht das ungeborene Kind bestraft werden, dann müsse der Vergewaltigter bestraft werden.”. Romney und Ryen mussten sich sofort von diesen Äußerungen distanzieren.

Eine schleppende Wirtschaft – so Mitt Romney – vermindere nicht nur die internationale Handelsreputation, sondern habe auch gefährliche Auswirkungen auf die Militär-Macht Amerika, die unerläßlich sei für die Verteidigung amerikanischer Interessen und für den Weltfrieden. In den Jahren der Obama-Administration seien die US-Streikräfte “schwächer” geworden . Dies müsse gestoppt werden, fordert Romney..

Von Außenmpolitik scheinen die Kandidaten der Republikaner nicht viel zu verstehen. 24 (!) außen- und sicherheitspolitische “Experten” wurde ins Wahlkampfteam berufen.

*) Der Vizepräsident der USA hat laut Verfassung den Vorsitz im US-Senat, der “zweiten Kammer” (Senat) des Parlaments. Er übernimmt sofort die Amtsgeschäfte des Präsidenten, wenn durch Krankheit oder Tod ausfällt.. Im Jahr 1945, noch während der Kampfhandlungen im Zweiten Weltkrieg, übernahm Vizepräsident Harry S. TRUMAN das Amt des Chief Excecutie im Weißen Haus, weil Präsident Franklin D. ROOSEVELT wenige Wochen vor Kriegsende am 12.04. 1945 starb.

1963 kam Lyndon B. Johnson ins Amt, nachdem John F. KENNEDY am 22. November 1963 einem Attentat zum Opfer gefallen war. Der Vize-Präsident der USA lebt und agiert also “nur einen Herzschlag” von der Präsidentschaft entfernt”.(Quelle: NYT/mittromney.com)

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