USA warnen Nordkorea nach Beschießung Südkoreas

GiNN-BerlinKontor.–US-Präsident Barack H. OBAMA hat das kommunistsche Regime in Nordkorea wegen der Beschießung der südkoreanischen Insel Yeonpyeong im Gelben Meer scharf verurteilt und Pjöngjang aufgefordert, sich strikt an den Waffenstillstand vom 27. Juli 1953 zu halten. Die USA schickten den Flugzeugträger „USS George Washington“ ins Chinesische Meer, wo vor der Westküste Südkoreas US-südkoreanische Manöver stattfinden – nur drei Kilometer von der Seegrenze zum Norden entfernt (Northern Limit Line).  Südkorea und Nordkorea befinden sich seit 1950 im Kriegszustand.  Auch die US-amerikanischen Streitkräfte in Korea (USFK)  wurden in Alarmzustand versetzt. Washington und Seoul wollen – so das Pentagon -  die “Stärke der Allianz beider Länder und die Verpflichtung zur Stabilität in der Region durch Abschreckung“ demonstrieren. Das Weiße Haus warnte das Regime in Pjöngjang:  “The United States strongly condemns this attack and calls on North Korea to halt its belligerent action and to fully abide by the terms of the Armistice Agreement.”   US-Präsident Barack H. OBAMA rief eine Krisensitzung ein, der der Verteidungsminister Robert M.GATES, Außenministerin Hillard R. CLINTON, National Security Advisor Tom DONILON, US-Botschafterin bei der UNO, Susan E. RICE, Generalstabschef Admiral Mike MULLEN und der US-Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Korea General Walter L. SHARP teilnahmen.

In Berlin wurde der nordkoreanische Botschafter CHANG II Hong, ins Auswärtige Amt einbestellt.  Bundesaußenminister Guido WESTERWELLE (FDP) sagte: “Ich bin sehr besorgt über das nordkoreanische Artilleriefeuer auf Südkorea. Diese erneute militärische Provokation gefährdet den Frieden in der Region.  Solche Aggression sei durch nichts zu rechtfertigen.  Die internationale Gemeinschaft werde sich nicht erpressen lassen. Der Minister forderte Nordkorea auf, das Waffenstillstandabkommen einzuhalten.

In einem Telefonat mit dem Staatspräsidenten der Republik Korea, LEE Myung-bak, verurteilte Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) den Artillerie-Überfall Nordkoreas auf Südkorea auf das Schärfste. Sie sprach dem  Präsidenten ihr Beileid für die Südkoreaner aus, die bei dem Angriff ums Leben kamen. Die deutsche Regierungschefin würdigte das  “besonnene Vorgehen Präsident Lees und seiner Regierung in der gegenwärtigen Krise und drückte die Solidarität Deutschlands mit den Menschen Südkoreas aus.”   Deutschland werde die internationalen Bemühungen im Blick auf eine Reaktion des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen unterstützen. Merkel setzte sich ferner dafür ein, dass diejenigen, die Einfluss auf die Entwicklung in Nordkorea haben, ihre Möglichkeiten nutzen, zur Stabilisierung der Lage beizutragen, indem sie Nordkorea von weiteren Provokationen abhalten.

Nordkorea hatte am 22.11.2010 erstmals seit 57 Jahren wieder bewohntes Gebiet in Südkorea beschossen.  Bei dem Artilleriefeuer starben zwei südkoreanische Soldaten des Militärstützpunktes,  viele Zivilisten wurden nach Berichten aus Seoul verletzt. Die Insel wurde evakuiert. Die südkoreanische Regierung sprach von einer  “eindeutigen militärischen Provokation gegen die Republik Korea”.  Südkoreanische Verteidigungsstreitkräfte erwiderten das Feuer umgehend, hiess es.

Das Weiße Haus in Washington D.C. beeilte sich zu versichern, dass sich die Vereinigten Straaten von Amerika  zur  Verteidigung Südkoreas verpflichtet hätten, um den Frieden und die Stabilität am Gelben Meer zu sichern ( “The United States are firmly committed to the defense of South Korea and to the maintenance of regional peace and stability”).

Pjöngjang begründete die Attacke damit, dass Südkorea “Kriegsmanöver” in unmittelbarer Nähe der Grenze zur “Volksrepublik Korea”  abhalten wolle und  drohte, dass die “Revolutionsarmee erbarmunslos zurückschlagen” würde, falls der Süden  “auch nur 0,001 Millimeter auf das Territorium  des Nordens vordringen würde.” Das kommunistische Regime in Nordkorea liess verlauten, es werde “ohne zu zögern, einen zweiten und dritten starken Vergeltungsschlag” befehlen und ausführen, falls es von Südkorea provoziert werde. Pjöngjang machte die USA für die Eskalation im Gelben Meer verantwortlich.
Das US-Verteidigungsministerium nimmt den  “verantwortungslosen, kriegerischen Akt Nordkoreas” sehr ernst, sagte der Pentagon-Sprecher US-Oberst David LAPAN.  Dies eskaliere die angespannte Lage in der Region erheblich – vor allem auch wegen der bedrohlichen  Atomaufrüstung des kommunistischen Regimes.

Politische Beobachter halten es für möglich, das der Sohn des nordkoreanischen Staatschefs Kim Il-sung (69), präsumptiver Nachfolgers des schwer erkrankten nordkoreanische Diktators, der beim Militär wenig beliebte, “viel zu junge und unerfahrene” KIM Jong-Un (26),  demonstrieren wollte, dass der “westlich” erzogene “Playboy” es dem Vater “gleich tun” kann. Er soll in Bern Deutsch und Französisch studiert haben.  Bisher war sein Halbbruder KIM-Yong-nam (38) nach Erkenntnissen westlicher Geheimdienste als Nachfolger von Kim Il-sung genannt worden.

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