US-Regierung: Hände weg vom Persischen Golf

GiNN-BerlinKontor.–Die Drohung des Regimes in Teheran, die Straße von Hormus – der  Meerenge zwischen dem Golf von Oman im Südosten und dem Persischen Golf – zu blockieren, hat Washington veranlasst, erneut auf die so genannte Carter-Doktrin hinzuweisen. Nach dem Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan hatte der damalige US-Präsident Jimmy CARTER am 23. Januar 1980 erklärt, die Vereinigten Staaten von Amerika würden “ihre nationalen Interessen in der Persischen Golf-Region”  verteidigen, was bedeute  “militärische Gewalt einsetzen, wenn nötig”. Schon vor 30 Jahren sahen die USA eine “ernste Bedrohung für den freien Verkehr von Öl im Nahen Osten” und reagierten unmißverständlich mit militärischer Intervention.

Zbigniew BRZEZINSKI,  Nationaler Sicherheitsberater in Carters Administration,  bestand auf die Zusatzformel: “Lassen wir unsere Position absolut klar sein: Ein Versuch einer äußeren Kraft, die Kontrolle über die Region am Persischen Golf zu gewinnen, wird als Angriff auf die vitalen Interessen der Vereinigten Staaten von Amerika angesehen werden, und solchen Angriff wird mit allen erforderlichen Mitteln abgewehrt werden – einschließlich militärischer Gewalt.” Wörtlich: “Let our position be absolutely clear: An attempt by any outside force to gain control of the Persian Gulf region will be regarded as an assault on the vital interests of the United States of America, and such an assault will be repelled by any means necessary, including military force.”

Auch jetzt – 2012 -  lautet die Botschaft der Amerikaner erneut: “Hände weg vom Persischen  Golf”.

Daniel YERGIN erinnert in seinem Buch “The Prize: The Epic Quest for Oil, Money, and Power”. dass Amerika im Zweiten Weltkrieg besorgt war, nicht ausreichende Reserven an genügend Petroleum für die militärischen Operationen zu haben. Man  bemühte sich daher um gute Beziehungen zu Saudi-Arabien. Am 16. Februar 1943 erklärte Präsident Franklin D. ROOSEVELT, die  “Verteidigung Saudi-Arabiens” sei  “entscheidend für die Verteidigung der Vereinigten Staaten.”  Auch diese “Doktrin” gilt noch heute.

Die Carter-Regierung begann übrigens nach den “Erfahrungen” am Golf mit dem Aufbau der Schnellen Eingreiftruppe (Rapid Deployment Force”). Die USA verstärkten ihre militärische Präsenz im Persischen Golf und den Indischen Ozean.  US-Flottenverbände operieren seit Jahrzehnten dort und sind im/am Golf ständig “in Einsatzbereitschaft”. (eig. Bericht)

US-Präsident Barack H. OBAMA verfügte Ende Dezember 2011 ein “Finanzierungsstop” kontra Irans Zentralbank, über die Ölgeschäfte abgewickelt werden. Dies richtet sich vornehmlich gegen ausländische Unternehmen und Banken, die mit Teheran geschäftlich verbunden sind.

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