US-Ratingagentur:Stabile deutsche Wirtschaft

GiNN-BerlinKontor.—Nach der Abstufung der Kreditwürdigkeit durch die US-Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) von neun Länder – darunter Frankreich, Italien  und Österreich – deren Bonität auf nur noch +AA bewertet wurde, nimmt Berlin mit großer Genugtuung zur Kenntnis, dass Deutschland seine Spitzenrating von AAA behält. Standard & Poor’s Ratings Services lobte ausdrücklich  “Deutschlands moderne, hoch diversifizierte und wettbewerbsfähige Volkswirtschaft” und die “Erfolgsbilanz” – Mut und Disziplin der deutschen Regierung mit Blick auf eine vernünftige Haushaltspolitik und Ausgabendisziplin:”Germany’s modern,  highly diversified, and competitive economy, and the government’s track record of prudent fiscal policies and expenditure discipline.” Italien wurde dagegen von bisher ‘A’ auf ‘BBB’ heruntergestuft.

Standard & Poor’s: “We are affirming the unsolicited ‘AAA’ long-term and ‘A-1+’ short-term ratings on the Federal Republic of Germany. The outlook on the long-term rating is stable.”
Die US-amerikanische Ratingagentur kritisierte jedoch, dass der EU-Gipfel vom 9. Dezember 2011 nicht zu dem nötigen Durchbruch geführt habe, um die finanziellen Probleme der EURO-Zone zu lösen(“…lead us to believe that the agreement reached has not produced a breakthrough of sufficient size and scope to fully address the eurozone’s financial problems.”)

Weiter heißt es bei S&P, die stabile deutsche Wirtschaft habe gezeigt, dass sie auch größere ökonomische und finanzielle Erschütterungen absorbieren kann – so die Wiedervereinigung 1990 und die weltweite Rezession in 2009. (“The German economy has demonstrated its ability to absorb large economic and financial shocks, including the reunification of West Germany with East Germany in the 1990s and the global recession in 2009″). (Quelle: standardpoors.com)

Mit Blick auf die Herabstufungen durch die Ratingagentur Standard & Poor’s erklärte Bundeskanzlerin Angela MERKEL in Kiel,  Deutschland werde unter ihrer Führung “international Anschluss halten und unseren Wohlstand aufrechterhalten”.  Die CDU-Vorsitzende erinnerte  daran, dass Europa noch einen langen Weg vor sich habe, “das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen”. Mit der Einführung von Schuldenbremsen in anderen europäischen Ländern – wie sie Deutschland bereits im Grundgesetz verankert hat -, sei man jedoch “auf einem guten Weg zu einer nachhaltigen Haushaltskonsolidierung”. Zudem sollte der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) “so schnell wie nur irgend möglich einsatzfähig gemacht werden”, so Merkel. (Quelle: cdu.de).

“Kommentar” der Partei DIE GRÜNEN: “Es mehren sich die Zeichen, dass 2012 die wirtschaftliche Krise auch Deutschland erreichen wird. Hierzu hat die Regierung Merkel erheblich beigetragen. Nachdem im vergangenen Jahr andere europäische Länder immer stärker in Probleme geraten sind, droht 2012 auch für unser Land zu einem sehr schwierigen Jahr zu werden….Nie konnte sich die gelb-schwarze Koalition zu mehr durchringen als zu dem, was die Umstände ihr gerade aufzwangen. Zu mutigen Schritten, die helfen könnten, die Probleme zu überwinden, waren Merkel und Co nicht willens und nicht in der Lage. Wie die selbst ausgerufene Wunschkoalition aus Schwarz und Gelb die Eurokrise nicht in den Griff bekommt, so versagt sie auch vor anderen Herausforderungen.” (aus “Weimarer Erklärung”/gruene.de)

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