US-Präsident Obama in Berlin

GiNN-BerlinKontor.—Politische Gespräche, ein festliches Abendessen und eine Rede vor dem  Brandenburger Tor am Pariser Platz – so das Besuchsprogramm von US-Präsident Barack OBAMA in Berlin. Im Zentrum: die Weiterentwicklung der deutsch-amerikanischen Beziehungen und viele internationale Themen – darunter die Lage in Syrien. Obama kommt von dem G8-Treffen in Nordirland, wo er bereits mit Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) l und den Regierungschefs der führenden Wirtschaftsnationen zusammentraf.

Einige Themen der G8-Agenda sollen in den Gesprächen der Bundeskanzlerin mit dem amerikanischen Präsidenten weiter vertieft werden. So haben sich beide nachdrücklich zu einer transatlantischen Freihandelszone bekannt.
“Unsere Erfahrungen sind, dass überall dort, wo wir solche Abkommen haben, Wachstum entsteht, Handel und Wandel beflügelt werden”, so die Bundeskanzlerin vor dem Besuch. Verhandelt wird das Abkommen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten. Bis zu einem Abschluss müssen noch viele bürokratische Handelshemmnisse abgebaut werden.

Die Bundeskanzlerin und der US-Präsident werden am 18. Juni im Bundeskanzleramt zu einem  Gespräch und dann zu einem gemeinsamen Arbeitsessen zusammentreffen. Vorher wird Präsident Obama von Bundespräsident Joachim GAUCK in Schloss Bellevue begrüßt. Für den Abend ist ein festliches Essen auf Einladung der Bundeskanzlerin in Schloss Charlottenburg geplant.

Ein Höhepunkt des Besuchs wird eine Rede Obamas am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor sein. Dort wird der Präsident vom Regierenden Bürgermeister der Stadt Berlin, Klaus WOWEREIT, begrüßt. Nach einer kurzen Ansprache der Bundeskanzlerin wird Obama über die deutsch-amerikanischen Beziehungen sprechen.

Der amerikanische Präsident wird auf seiner Reise von seiner Familie begleitet. Michelle Obama wird unter anderem das Denkmal für die ermordeten Juden Europas besichtigen sowie die Gedenkstätte Berliner Mauer.

Deutschland und die Vereinigten Staaten von Amerika verbindet eine vitale und tiefe Freundschaft. Diese Freundschaft gründet auf gemeinsamen Erfahrungen,Werten und Interessen. Im jüngsten US-Zensus 2010 gaben 15,2 % der Befragten an, deutsche Wurzeln zu haben.

Deutschland verdankt den USA viel: Die USA haben nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Marshall Plan wirtschaftliche Hilfe geleistet und politische Hilfestellung gegeben. Ohne die Vereinigten Staaten als Garant der Freiheit in den Jahrzehnten des Kalten Krieges und Förderer der deutschen Wiedervereinigung hätte Deutschland nicht zur Wiederherstellung seiner staatlichen Einheit in Freiheit finden können.

Für das Gesellschaftsmodell der individuellen Freiheit einerseits, der rechtsstaatlichen Kontrolle und Beteiligung andererseits, stehen beide Länder beispielhaft. Sie verfolgen in internationalen Zusammenschlüssen wie den Vereinten Nationen die Ziele von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten sowie von freiem Handel, Wohlstand und nachhaltiger Entwicklung.

Ein wichtiger Pfeiler des bilateralen Verhältnisses ist die transatlantische Sicherheitsgemeinschaft (NATO). Die sicherheitspolitische Zusammenarbeit Deutschlands und der USA ist umfassend und intensiv, insbesondere auch bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus. Gemeinsam mit seinen Verbündeten hilft Deutschland mit bei Konfliktbewältigung weltweit, etwa in Afghanistan, auf dem Balkan und im Nahen Osten, sowohl durch militärisches Engagement als auch durch zivile Beiträge wie Aufbauhilfe für Polizeikräfte und Entwicklungshilfe.

Aktuell prägende Themen des bilateralen Verhältnisses sind die Überwindung der Wirtschafts- und Finanzkrise, die Unterstützung für Demokratisierungsprozesse in Nordafrika und Nahost sowie die Verhinderung einer iranischen Nuklearwaffenfähigkeit im Rahmen des E3+3-Prozesses.

Einen besonderen Aspekt stellt das wichtige Verhältnis zu den ca. sechs Millionen jüdischen Amerikanern dar. Bundesregierung und Bundestag pflegen intensive Kontakte mit den amerikanisch-jüdischen Organisationen und legen großen Wert auf den Dialog mit ihnen, um das gegenseitige Verständnis zu fördern. (Quelle: bundesregierung.de/auswaertiges-amt.de)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>