US-PRÄSIDENT OBAMA IN AFGHANISTAN

GiNN-Berlinkontor.—US-Präsident Barack  H. OBAMA  ist zu einem nicht angekündigten Blitzbesuch in Afgahanistan eingetroffen. Präsident  und  Regierungschef  Hamid KARZAI wurde erst  60 Minuten vor Landung der Präsidentenmaschine in Kabul unterrichtet.  Vor US-Soldaten auf dem US-Stützpunkt Bagram sagte Obama,  die Sicherheit der USA würde erheblich geschwächt, wenn die radikalen Taliban in Afghanistan wieder an die Macht kämen.

Mit Blick auf die laufenden militärischen Offensiven in Afghanistan betonte Obama,  nicht nur auf dem Schlachtfeld,  sondern auch an der zivilen Front müsste es nachhaltige Fortschritte geben. Dies werde schließlich zu einem sichereren und wohlhabenderen Afghanistan führen.

Vor rund 2 500 US-Soldaten sagte der Oberkommandierende der US-Streitkräfte, der zum ersten Mal seit Amtsantritt “an die Front” reiste,  bis zur Beendigung des seit acht Jahren andauernden Krieges müssten die alliierten Truppen in Afghanistan  “noch einige schwierige Tage überstehen”.  Man müsse auch mit Rückschlägen rechnen,  aber die Vereingten Staaten und ihre Alliierten könnten  “nicht einfach weggehen, denn wir müssen diesen Krieg gegen Al Qaida gewinnen”, so Obama. “Die Amerikaner daheim verlassen sich auf Euch!”

Obama vor seinen Soldaten: “Unser Auftrag ist klar: Wir werden Al Qaida aufhalten, außer Gefecht setzen,  zerschlagen und zerstören. Dies ist unser Auftrag – und um ihn auszuführen bleibt uns das klare Ziel, Al Quida daran zu hindern, Afghanistan als ‘sicheren Hafen’  zu nutzen. Wir werden die Taliban stoppen. Wir werden die  afghanische Regierung und die Sicherheitskräfte der Afghanen stärken , damit sie beginnen können, selbst für ihre Sicherheit verantwortlich zu sorgen und das Vertrauen des afghanischen Volkes zu gewinnen.

Der Präsident ging in seiner patriotischen Rede auch auf die jüngsten innenpolitischen Auseinandersetzungen im US-Kongress ein und sagte: “Ich weiß, dass Sie manchmal im Fernsehen den Eindruck gewinnen, dass die Politik zuhause etwas aus den Fugen geraten ist (“messy”).   Da brüllen Demokraten und Republikaner sich gegenseitig an.  Die einen wollen dies und die anderen wollen das. Ich möchte aber, dass Sie wissen: es gibt keinen Dissenz, wenn es um Ihre Unterstützung geht, um die Rückendeckung für unsere kämpfende Truppe.  Dies schweißt uns alle zusammen. Wir  daheim sind  unglaublich stolz auf Sie,  wir achten und verehren unsere Soldaten für das,  was sie tun. SIE zeigen Amerika, zu was ein Volk fähig ist, wenn es zusammensteht.  Alle Amerikaner – egal welcher Herkunft, Hautfarbe oder Religion – sind in dem Willen vereint, gemeinsam zu leiden (“to bleed”) und gemeinsam zu gewinnen  – als ein Volk . als Amerikaner.”

Obama lud Präsident Karzai für den 12. Mai nach Washington D.C.  ein. Er mahnte ihn, noch schärfer durchzugreifen im Kampf gegen den Drogenhandel und gegen die in Afghanistan weit verbreitete Korruption.

Nach seinen Gesprächen mit Präsident Karzai  und seinem Kabnett sagte Obama, sein Besuch sei auch eine “starke Botschaft an die Allierten”, dass die Partnerschaft fortgesetzt werden müsse. “Ich bin hier, um den US- und Koalitionstruppen Dank zu sagen für ihren unglaublichen Einsatz”, sagte Obama in Kabul. Weit von ihrer Heimat entfernt leisteten sie aufopferungsvolle Arbeit,  und “ich möchte Ihnen sagen, wie stolz ihr Oberster Befehlshaber auf Sie alle ist”. Der US-Präsident hatte zuvor angekündigt, die US-Truppen in Afghanistan um 30 000 Man aufzustocken.

Der deutsche Bundesinnenminister Thomas DE MAIZIERE (CDU)  hielt sich zur gleichen Zeit auch in der afghanischen Hauptstadt Kabul auf. Im Mittelpunkt seiner Gespräche stand der dortige Polizeiaufbau.  Das deutsche Ausbildungsprogramm ist  ein Kernpunkt der in London verabredeten neue Afghanistan-Strategie. Derzeit sind rund 190 deutsche Polizeiausbilder vorort.  Demnächst will man die Ausbildertruppe um 260 Mann verstärken. Minister de Maizière eröffnete in Afghanistan ein neues deutsches Polizeiausbildungszentrum in Kunduz.

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