US-Atomsprengköpfe bleiben in Deutschland

GiNN-BerlinKontor.—In Prag haben sich USA und Russland geeinigt, “atomar abzurüsten”.  Der  neue START-Vertrag verpflichtet USA und Russland  – wie gemeldet -  die Zahl der nuklearen Sprengköpfe innerhalb der nächsten sieben Jahre von je 2200 auf 1550 zu reduzieren. Die Zahl der Trägersysteme soll auf jeweils 800 halbiert werden.  Aber Fakt bleibt:  Atomare Sprengköpfe bleiben in Deutschland ,  und niemand will genau wissen,  wie viele es sind.  Angeblich  lagern noch 20 Atomwaffen auf der Luftwaffen-Basis des Jagdbomber-Geschwaders 33 in Büchel/Rheinland-Pfalz.  Die deutsche Luftwaffe stellt Tornados als Trägerflugzeuge für die Bomben. im Jahr 2004 zogen die USA  nach eigenen Angaben rund 130 nukleare Sprengköpfe in Deutschland ab.  “Die Bundesregierung hat das Ziel, dass die in Deutschland noch stationierten, letzten taktischen Nuklearwaffen abgezogen werden”, so der deutsche Außenminister Guido WESTERWELLE (FDP).   Nach der Abrüstungseinigung der  USA und Russlands müsse es gelingen – so Westerwelle – diese Waffen in Europa zu reduzieren und den damit verbundenen Abzug  auch aus Deutschland zu ermöglichen. Bundeskanzlerin  Angela MERKEL  (CDU), die nächste Woche nach Washington D.C. reist, will all diese Fragen  “ausführlich mit Obama erörtern”.


Im  letzten Weißbuch für deutsche Sicherheitspolitik des Bundesverteidigungsministeriums hiess es noch: “Für die überschaubare Zukunft wird eine glaubhafte Abschreckungsfähigkeit des Bündnisses neben konventioneller weiterhin auch nuklearer Mittel bedürfen.”  Der heutige Staatsminister im Bundeskanzleramt, Eckart VON KLAEDEN (CDU), gab  noch als außenpolitischer Sprecher seiner Fraktion zu Protokoll:  “Die Welt ist leider noch nicht so friedlich, dass man auf nukleare Abschreckung vollständig verzichten kann.”

Die neue Nuklearstrategie der USA bezeichnete Außenminister Westerwelle nun als “historisch”. Dieser Schritt zeuge auf beiden Seiten der zwei größten Nuklearmächte von echter Entschlossenheit.  So werde Staaten wie der Islamischen Iranischen Republik  “deutlich gezeigt, dass man es Ernst meine mit der Abrüstung und jede Art von Aufrüstung verurteilt”.

Westerwelle weiter:  Ein  “großer Schritt in Richtung einer Welt ohne Nuklearwaffen” sei gemacht. Dieses Ziel sei jedoch  nicht über Nacht zu erreichen:  “Abrüstungspolitik braucht einen sehr langen Atem”, weiß auch der deutsche Außenminister.   US-Verteidigungsminister Robert GATES aber hatte noch vor kurzen darüber philisophiert,  das in Deutschland lagernde deutsche Atomarsenal zu  “modernisieren, um es mittelfristig einsatzbereit zu halten”.

US-Präsident Barack H. OBAMA hatte am 06.04. 2010 in Washington D.C.  erklärt,  die USA  würden künftig auf die Entwicklung neuer nuklearer Sprengsätze verzichten und die  Einsatzplanung  von Atomwaffen weiter einschränken.   Am 8. April  wurde der neue  Start-Nachfolgevertrag  von den beiden Staatschefs der USA und Russlands in Prag unterzeichnet.  Die ARD erinnerte daran, dass 90 % aller Atomwaffen im Besitz der Amerikaner und der Russen sind.

Ein Gedanke zu “US-Atomsprengköpfe bleiben in Deutschland

  1. Hallo..
    kann jemand mir vielleicht helfen?
    Ich muss eine Hausarbeit in Ethik machen: ” Lagerung von atomaren Sprengköpfen in Deutschland”

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