Unternehmen mit akuten IT-Sicherheitsproblemen

GiNN-BerlinKontor.— Anlässlich des 5. Nationalen IT-Gipfels in Dresden  teilt das Statistische Bundesamt mit, dass 11%  der Unternehmen mit zehn und mehr Beschäftigten in Deutschland  “akuten Sicherheitsprobleme”  mit ihren Informations- und Kommunikationssystemen haben.  Der Großteil dieser Unternehmen (74%) habe angegeben,  dass aufgrund von Hard- oder Softwarefehlern Daten zerstört oder verändert wurden und bestimmte IKT-Dienste  (Informations- und Kommunikationstechnologien)  nicht verfügbar waren.

Bei 28% der Unternehmen führten Schadsoftware oder nicht autorisierte Zugriffe zur Veränderung beziehungsweise Zerstörung von Daten. Relativ geringe Probleme (3%) gab es dagegen hinsichtlich der Enthüllung vertraulicher Daten aufgrund von unbefugtem Eindringen in das System sowie Pharming- oder Phishing-Angriffen*). Bei 11% der Unternehmen mit Sicherheitsproblemen wurde das Offenlegen vertraulicher Daten durch die eigene Belegschaft verursacht.

*)Phishing – Eine Methode, bei der mit Hilfe so genannter Spoof-Mails, die aus vertrauenswürdigen Quellen zu stammen scheinen, persönliche Daten gestohlen werden.
Pharming -  Eine Methode, bei der Internetverkehr über Domain-Spoofing zu einer gefälschten Website umgeleitet wird.

Da auch durch fehlerhaftes Verhalten der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit IKT Sicherheitsprobleme entstehen, wurden im Rahmen der Erhebung zur Nutzung von IKT in Unternehmen erstmals für das Berichtsjahr 2010 auch die mitarbeiterbezogenen Maßnahmen der Unternehmen untersucht. Danach führt jedes vierte Unternehmen (25%) mit zehn und mehr Beschäftigten obligatorische Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Thema IKT-Sicherheit durch. Sie sollen die Belegschaft für die Gefahren im Umgang mit den IKT-Systemen sensibilisieren und auf die Verpflichtungen im Zusammenhang mit der IKT-Sicherheit hinweisen. 37% der Unternehmen informieren ihre Beschäftigten in freiwilligen Schulungen oder stellen die Sicherheitsrichtlinien im Intranet oder per Rundschreiben bereit. Die Möglichkeit, den korrekten Umgang sowie spezielle Sicherheitsverein­barungen in konkreten Verträgen festzuhalten, wird bereits von 36% der Unternehmen genutzt.

In Bezug auf technische Sicherheitsvorkehrungen gaben 42% der Unternehmen an, eine strenge Passwort-Authentifizierung einzusetzen. Bei 4% der Unternehmen erfolgt die Nutzeridentifizierung und -authentifizierung mit Hilfe biometrischer Methoden. Die externe Datensicherung ist mit einem Anteil von 55% das am häufigsten genannte Sicherheitsverfahren. (Destatis)

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