Unruhen in Brasilien

GiNN-BerlinKontor.—Dilma Vana ROUSSEFF (69) ist am 31.08.2016 als Präsidentin von Brasilien vom Senat abgesetzt worden. Ihr wurden “Verstöße bei der Führung der Staatsfinanzen” vorgeworfen. Rousseff sprach von einem Staatsstreich oder Putsch. Ihre Amtszeit hätte am 31. Dezember 2018 geendet. 61 der 81 Senatoren stimmten für das “impeachment”. In Brasilien kam es zu Unruhen. Die sozialistisch regierten Staaten Ecuardor, Venezuela und Bolivien zogen Ihre Botschfater in Brasilia ab und wollen die diplomatischen Bdziehen ganz abbrechen.

Neuer Präsident Brasiliens ist seit dem 01.09.2016   Michaell TEMER (75) , Sohn libanesischer Einwanderer. Der war zunächst Stellvertreter Rousseffs. Ende März 2016 – wenige Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele – hatte Temer das Regierungsbündnis mit Rousseffs Arbeiterpartei aufgekündigt und ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet. Temer übernahm das Amt des Präsidenten zunächst “ad interim”.

Nach seiner Vereidigung und Amtsübernahme kündigte Temer Kürzungen, Entlassungen, Privatisierungen, eine Rentenreform und die Liberalisierung des Arbeitsmarkts an. Er gab bekannt, da er sich 2018 nicht zur Präsidentenwahl stellen werde. Dehalb könne nun unpopuläre Entscheidungen” treffen. In Brasilien kam es zu Unruhen und blutigen Straßenkämpfen. In Rio de Janeiro und Sao Paulo gerieten Gegner und Anhänger von Dilma Rousseff aneinander.

Das  ARD-Studio in Rio de Janeiro, kommentierte: “Brasilien ist tief gespalten, gelähmt und deprimiert. Daran haben die Olympischen Spiele nichts geändert. Erschreckend ist vor allem, mit welcher Inbrunst und welcher ideologischer Verbohrtheit Linke und Rechte jetzt wieder aufeinander einprügeln. Es ist ein Muster, das nach und nach den ganzen Kontinent zu erfassen scheint.”

Dilma Rousseff (69) – Tochter bulgaischer Eltern, die nach Brasilien auswanderten – hatte als Studentin am bewaffneten Widerstand gegen die seit 1964 regierende Militärregierung teilgenommen. Nach Verbüßen einer Haftstrafe wegen ihrer Untergrundtätigkeit studierte Dilma Rousseff weiter Volkswirtschaft und engagierte sich später politisch in Brasliens Arbeiterpartei.

Ihr Vater – Geburtsnamen Pétar Russéw – nahm nach seiner Auswanderung in Brasilien den Namen Pedro Rousseff an. In Bulgarien war er aktives Mitglied der Kommunistischen Partei. (Quellen: al globe./ARD-TV/Wikipedia)

Das Auswärtige Amt in Berlin erklärte: “Auf Grund der aktuellen politischen Lage in Brasilien, werden in den kommenden Wochen landesweit auch unangekündigt – Demonstrationen erwartet. Ausschreitungen können nicht ausgeschlossen werden. Dies gilt insbesondere für die Hauptstadt Brasilia, für Rio de Janeiro und São Paulo. Es wird empfohlen, Menschenansammlungen zu meiden und sich über die Reise- und Sicherheitshinweise und die Medien informiert zu halten.” (Quelle: auswaertiges-amt.de) 

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