UNION zur Frauen-Quote

GiNN-BerlinKontor.-–”Erst Flexibilität, dann ein Mehr an Verbindlichkeit” – so erklärte CDU-Generalsekretär Hermann GRÖHE die Position der CDU zum Thema Frauen-Quote. Mit “Maß und Mitte” wolle die CDU Frauen in Spitzenpositionen stärker fördern. Zunächst sollen Vorstände und Aufsichtsräte mit der Flexiquote sich selbst zu einem bestimmten Frauenanteil verpflichten. Ab 2020 gelte dann eine verbindliche Ziellinie von 30 %.

Dabei habe die UNION börsennotierte und voll mitbestimmungspflichtige Unternehmen im Blick, so der CDU-Generalsekretär. Diese Position solle in das gemeinsame Regierungsprogramm von CDU und CSU einfließen. Die UNION greife damit die Diskussion um die Flexiquote vom Parteitag im vergangenen Dezember auf und gehe nun einen Schritt weiter. Am 18.04. will die UNION im Bundestagvgeschlossen gegen den SPD-Antrag einer gesetzlichen Frauen-Quote stimmen.

Zum SPD–Parteitag und zum dort verabschiedeten Programm sagte der CDU-Generalsekretär, die von der SPD geplante Steuererhöhung sei “eine Attacke auf den Mittelstand” und gefährde 1,4 Millionen Arbeitsplätze. Die im Parteiprogramm beabsichtigte “Vergemeinschaftung europäischer Schulden” bedeute das Ende des deutschen Aufschwungs und für Deutschland eine “Position als rote Schlusslichtlaterne”, so Gröhe. (Quelle: cdu.de)

Die SPD erklärte, sie sei “die einzige Partei, die für eine echte Frauenquote steht.” Der Gesetzentwurf der SPD-Bundestagsfraktion zur „Förderung der Chancengleichheit von Männern und Frauen in Wirtschaftsunternehmen“ sieht eine geschlechtergerechte Besetzung von Vorständen und Aufsichtsräten börsennotierter und mitbestimmter Unternehmen vor.

Ab 2013 soll eine Mindestquote für Frauen in Aufsichtsräten von 30 % gelten (Vorstände: 20 %). Ab 2015 sollen es dann 40 % Frauen in Aufsichtsräten und Vorstände sein. Bei Nichterfüllung der Quote sollen die Stühle in Aufsichtsrat und Vorstand leer bleiben – ein unterbesetzter Aufsichtsrat wird nach einem Jahr beschlussunfähig. Bei Vorständen gehen die Rechte danach auf den Aufsichtsrat über.

Die SPD verweist darauf, dass derzeit in Deutschland nur 15,6 % der Posten in den Aufsichtsräten mit Frauen besetzt seien, in den Unternehmensvorständen gar nur 4,2 %. (Quelle: spd.de)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>