UNHCR-Botschafterin Angelina Jolie im Auswärtigen Amt

GiNN-BerlinKontor.–-Bundesaußenminister Guido WESTERWELLE und Bundesentwicklungsminister Dirk NIEBEL (beide FDP) empfingen am 10.02. im Auswärtigen Amt in Berlin die Sonderbotschafterin des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR), Angelina JOLIE. Minister Niebel erklärte: „Das Engagement von Angelina Jolie als Sonderbotschafterin ist höchst anerkennenswert. Durch ihren Einsatz bringt sie das Schicksal von Flüchtlingen einer großen Öffentlichkeit nahe. Die Arbeit von UNHCR ist auch mir ein großes Anliegen. Das BMZ stellt deshalb zusätzliche Mittel in Höhe von über 2 Millionen US-Dollar für die Arbeit von UNHCR in Bosnien-Herzegowina und in Kenia zur Verfügung. Die Mittel werden dazu beitragen, in Kenia insgesamt 50.000 Kindern in den Flüchtlingslagern Dadaab und Kakuma – zumeist aus Somalia und dem Sudan – eine schulische Ausbildung zu ermöglichen. In Bosnien-Herzegowina unterstützt das BMZ gemeinsam mit UNHCR den Aufbau von dauerhaften Unterkünften für besonders bedürftige Bewohner des Flüchtlingslagers Splaviste in der bosnischen Gemeinde Gorazde.“

Die US-Schauspielerin Angelina Jolie wird bei der Gala der “Cinema for Peace”-Stiftung am 13. Februar 2012 mit einem Ehrenpreis für ihren Einsatz gegen Krieg und Völkermord und ihr Regie-Debüt “In the Land of Blood and Honey” ausgezeichnet, der auf der 62. Berlinale vorgestellt wird.

Außenminister Westerwelle sagte zu dem Berlinale-Filmbeitrag:  „Wir Deutsche wissen aus unserer eigenen Geschichte, wie schmerzhaft, aber auch wie notwendig die kritische Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit ist, wenn eine friedliche, gemeinsame Zukunft gelingen soll. Deshalb wollen wir helfen, die Erinnerung an die Opfer und Überlebenden des Völkermords von Srebrenica am Leben zu halten und damit einen Beitrag zur Versöhnung zu leisten. Die “Genocide Film Library Bosnia and Herzegovina”, die auch von Angelina Jolie unterstützt wird, soll vom Auswärtigen Amt Mittel erhalten, um dieses Projekt zu verwirklichen.“

Das Auswärtige Amt unterstützt seit Jahren Projekte zur Aufarbeitung der Kriegsfolgen in Bosnien mit ca. € 3,5 Millionen jährlich. Die Mittel werden auch eingesetzt für die Minenräumung, die Identifizierung von Kriegsopfern durch die “International Commission on Missing Persons”, die Flüchtlingsrückkehr und Winterhilfe für Flüchtlinge. (Quellen: AA/BMZ)

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