TV-Duell: Merkel-Steinbrück

GiNN-BerlinKontor.—Drei Wochen vor der Bundestagswahl am 22.September diskutierten die CDU-Bundesvorsitzende und Bundeskanzlerin Angela MERKEL und der SPD-Kanzlerkandidat Peer STEINBRÜCK über wichtige Fragen und Konzepte aus Politik und Wirtschaft. Die beiden Kandidaten stellten  sich im Fernsehstudio Berlin-Adlershof den Fragen von Anne WILL (ARD), Maybrit ILLNER (ZDF), Peter KLOEPPEL (RTL) und Stefan RAAB (ProS7). Das TV-Duell” wurde von allen vier TV-Sendern übertragen. Angeblich sollen rund 17 Millionen Zuschauer eingeschaltet haben.

Peer STEINBRÜCK habe sich in dem “Duell”- so dieSPD – “klar, präzise und angriffslustig präsentiert”. Er habe “Inhalte gegen Merkelei gesetzt” und deutlich gemacht, dass die SPD für Mindestlohn, sichere Renten und Investitionen in Bildung und Infrastruktur stehe. “Höhepunkte der TV-Debatte”  seien die Euro-Krise, soziale Gerechtigkeit und der NSA-Abhörskandal gewesen Steinbrück habe “mit klaren Worten über die Probleme und Sorgen der Menschen gesprochen, Merkel dagegen hätte sich “in Allgemeinplätze geflüchtet”, so die Wahrnehmung der Sozialdemoraten. (Quelle: spd.de)

Angela MERKEL – so die CDU – sei aus dem Duell als “klare Siegerin hervorgegangen”, sagte CDU-Generalsekretär Hermann GRÖHE mit Blick auf Umfragen. Die Bundeskanzlerin habe vor allem mit dem “Dreiklang aus Kompetenz, sympathischem Auftreten und Glaubwürdigkeit” bei den Menschen gepunktet.

Die CDU-Vorsitzende habe zudem “vor einem Millionenpublikum Merkel die Unterschiede zwischen der CDU/CSU und der Opposition deutlich gemacht, so Gröhe. “Wir als CDU stehen für eine starke Wirtschaft, sichere Arbeitsplätze, eine Schuldenbremse und sind für solides Haushalten in ganz Europa.”. (Quelle: cdu.de)

Merkel warf SPD und Grünen vor, mit ihren Plänen für Steuererhöhungen die “gute Ausgangslage” Deutschlands zu gefährden. “Wir dürfen nichts tun, was Arbeitsplätze in Gefahr bringt.”, sagte sie. Die Steuereinnahmen seien so hoch wie nie. Die CDU-Vorsitzende sprach sich gegen höhere Steuern und höhere Belastungen für die Bürger aus.

Steinbrück bezeichnete die Darstellung der CDU als “Propaganda”, wonach “die SPD allen Menschen mit kalter Hand in alle Portemonnaies greifen will.” Es sollten nicht die Steuern für alle erhöht werden, sondern den Sozialdemokraten gehe es darum, “die Schere zwischen Arm und Reich zu schließen” und mehr Geld für Bildung, Infrastruktur, Kommunen und Schuldenabbau zur Verfügung zu haben. Die SPD wolle doch nur die “fünf oberen Prozent” der Einkommensbezieher stärker heranziehen.

n-tv notierte: “Wer soll Deutschland regieren? Eine klare Antwort liefert das Aufeinandertreffen nicht. Bitter ist das Duell vor allem für die SPD. Steinbrück lieferte einen ordentlichen Auftritt und konnte einige Punktgewinne für sich verbuchen, aber einen klaren Sieger gibt es am Ende nicht. Der Verlierer ist daher der Kanzlerkandidat Steinbrück. Er liegt in den Umfragen so weit zurück, dass er einen deutlichen Sieg gebraucht hätte. Den gab’s aber nicht.” (Quellen: ard/n-tv)

Die Kanzlerin Angela MERKEL und der SPD-Kanzlerkandidat Peer STEINBRÜCK hätte sich “sittsam aneinander abgearbeitet, und am Ende konnte niemand so recht das Spiel für sich entscheiden”, schreibt DIE WELT... Steinbrück habe “mit einer respektablen Leistung beim Duell aufblitzen lassen, dass Chaos und Pannen in seiner Kampagne wohl eher auf den sozialdemokratischen Apparat zurückzuführen sind als auf den Kandidaten selbst. Der kann, was er tut.”

Der Kandidat Steinbrück habe “fast ausschließlich zu den Verlierern der Gesellschaft gesprochen, den Armen, den Alten, den Kindern aus schwierigen Verhältnissen.

DIE WELT weiter: “Steinbrück schüttete ein Füllhorn von Wohltaten aus, deren Finanzierung nicht einmal mit der absurden Steuer-Programmatik von Rot-Grün zu finanzieren wäre. Schlimmer jedoch das Signal an die Wirtschaft: Euch, so konnte man zwischen den Zeilen des Rede-Manuskriptes hören, ist es lange genug gut gegangen.” (Die Welt 02.09.)

DER SPIEGEL jubelt: “Steinbrück hat seine Sache im TV-Duell mit Merkel großartig gemacht. Wenn die Wahl zum Deutschen Bundestag in jenem TV-Studio in Berlin-Adlershof entschieden worden wäre, dann hätte Deutschland jetzt einen neuen Kanzler.”(newstral.com)

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