Türkei: Investitionen stoppen

GiNN-BerlinKontor.—Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). befürchtet, dass die jüngste Verschlechterung des deutsch-türkischen Verhältnisses nicht nur die bilateralen Handelsbeziehungen weiter beeinträchtigen, sondern auch die Modernisierung in der Türkei behindern könnte.Der DIHK-Außenwirtschaftschef Volker TREIER sagte dazu, die Verunsicherung vieler deutscher Unternehmen sei bereits seit dem gescheiterten Putschversuch am 15./16. Juli 2016 deutlich zu spüren.Die aktuelle Entwicklung steigere diese Verunsicherung erheblich.

In einem solchen Umfeld sei “an Neuinvestitionen deutscher Unternehmen in der Türkei kaum zu denken”, unterstreich Treier. “Die Einschränkung von Exportkreditversicherungen und Investitionsgarantien würde die Investitionszurückhaltung deutscher Unternehmen jetzt noch bestärken.”

Der Handel mit der Türkei sei ohnhin seit Mitte 2016 “auf abschüssigem Terrain”, so Treier. Aufgrund der jüngsten Zuspitzung der politischen Spannungen sei sogar mit einem Handelsrückgang von mehr als 10 % zu rechnen.

Die ökonomischen Auswirkungen seien “umso bedauerlicher, als die Türkei zur Modernisierung ihres Landes dringend auf Technologie aus dem Ausland angewiesen” sei, betonte DIHK-Außenwirtschaftschef . “Modernisierung und Entwicklung des Landes dürften jetzt wohl sehr schwierig werden.” (Quelle: dihk.de)

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