Trump bricht mit Alliierten

GiNN-BerlinKontor.–US-Präsident Donald J. TRUMP hat nach Ende des G7-Gipfels in Kanada und nach Rückkehr nach Washington D.C. erneut “gepatzt” und versucht G7 doch noch zu sprengen. Er zog seine Zustimmung zur Abschlusserklärung per Twitter wieder zurück: “The US will not endorse a G7 communique.” Der Präsident rechtfertigte diesen Schritt mit “unehrlichen und schwachen Aussagen” des kanadischen Gastgebers Premierminister Justin TRUDEAU zu US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium auf einer PK nach Trumps Abreise. CNN: “Trump breaks with allies”

Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) nannte den Rückzug von US-Präsident Donald J. Trump von der gemeinsamen G7-Erklärung “ernüchternd und auch ein Stück weit deprimierend”. Sie hätte sich gewünscht – so Merkel in der ARD-”Anne Will -  “dass man erst einmal innerhalb der EU loyal ist.”  Zur G7-Erklärung sagte Merke, das “Papier” sei  “beschlossen und rechtskräftig”. Die deutsche Regierungschefin warnte gleichzeitig vor einer “eskalierenden Wortwahl”. Trotz der aktuellen Krise sehe Merkel “kein Ende der G7″, bezeichnete aber die Abkehr von Trump als “einschneidenden Schritt”.

Kanadas Regierungschef Trudeau hatte zu der Behauptung der Trump-Regierung, ihre Strafzölle auf Stahl und Aluminium dienten dem Schutz der nationalen Sicherheit Amerikas, erklärt: “Es ist lachhaft zu sagen, dass Kanada, Frankreich eine Bedrohung für Amerikas nationale Sicherheit darstellen können, da wir die besten Verbündeten sind, die die USA seit langem haben”, so Trudeau. “Trade must be not only free but also fair and reciprocal.”

Trudeau an seine Landsleute: “Canadians, we are polite, we are reasonable – but we also will not be pushed around.” Kanadier seien “höflich und vernünftig, aber wir lassen uns nicht herumschubsen”.

Trump: “PM Justin Trudeau of Canada acted so meek and mild during our G7 meetings only to give a news conference after I left saying that, ‘US Tariffs were kind of insulting’ and he ‘will not be pushed around.’ Der US- Präsident: “Very dishonest and weak. Our Tariffs are in response to his of 270% on dairy!”

Frankreichs Präsidenten Emmanuel MACRON dazu: “Dem amerikanischen Präsidenten mag es egal sein, wenn er isoliert ist – genauso wenig aber macht es uns etwas aus, eine Vereinbarung von sechs Ländern zu unterzeichnen, wenn die Notwendigkeit dazu besteht.” Er fügte hinzu: “Sechs Länder repräsentieren Werte und einen Markt mit dem Gewicht der Geschichte hinter sich, der nun eine wahre internationale Kraft ist.” Und zudem: “Kein Anführer ist von Ewigkeit.”

Kanada kündigte Gegenmaßnahmen (“retaliatory measures/”) an –  ”…on July 1 in response to the Trump administration’s decision to impose tariffs on steel and aluminum imports from Canada, the European Union and Mexico.”

Die USA und die sechs anderen G7-Staaten hatten sich zunächst am 09.06. beim Gipfel in Kanada trotz tiefgreifender Differenzen auf eine gemeinsame Abschlusserklärung “geeinigt”. Es ging um den Einsatz für mehr wirtschaftliches Wachstum, die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle der Frau sowie saubere Energie und den Schutz der Ozeane. Grundlegende Streitpunkte zwischen US-Präsident Trump und den anderen Staats- und Regierungschefs – wie z.B. beim Klimaschutz – konnten jedoch nicht ausgeräumt werden.Kanada, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan und Italien bleiben  bei der G7-Schlusserklärung vom 09.06.2018.

Zur Zusammenarbeit Deutschland-USA hatte Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) in Kanada  erklärt: “Ich darf von meiner Seite sagen, dass ich mit dem amerikanischen Präsidenten ein sehr offenes direktes Verhältnis pflege. Es gibt erkennbare Meinungsverschiedenheiten, aber es gibt eben auch die Möglichkeit, direkt und sehr persönlich mit ihm zu sprechen, und das schätze ich.”

Der deutsche Außenminister Heike MAAS hat US-Präsident Donald J. TRUMP scharf kritisiert: Mit einem Tweet kann unheimlich viel Vertrauen sehr schnell zerstört werden. Umso wichtiger ist es, dass Europa zusammen steht und seine Interessen noch offensiver vertritt. Europe United ist die Antwort auf AmericaFirst“, twitterte der Minister.

 (Quellen: whitehouse.gov/NYT)/canadiangovernmentex.ca/bundesregierung.de)

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