Terroranschlag in Oslo – bisher 91 Tote

GiNN-BerlinKontor.–Nach dem Sprengstoff-Attentat im Regierungszentrum der norwegischen Hauptstadt Oslo und auf ein Jugendlager auf der Insel Utøya nahe Oslo sollen mindestens 91  Menschen ums Leben gekommen sein. Als Tatverdächtigter wurde ein 32jähriger Norweger verhaftet. Er soll der rechten Szene in Norwegen angehören. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hat der Attentäter und Amokläufer in einer Polizeiuniform gekleidet auf dem Fest der norwegischen Jungsozialisten über den Anschlag in der Innenstadt berichtet und dann plötzlich mit automatischen Waffen das Feuer eröffnet. Die gewaltige Explosion fand immitten von 13 Ministerien statt.

Auch der Regierungssitz des Ministerpräsidenten  Jens STOLTENBERG wurde verwüstet, er befand sich jedoch nicht in seinem Büro, wird berichtet. “Ich habe eine Botschaft für jene, die uns angegriffen haben und die hinter dieser Tat stecken”, sagte er im norwegischen Fernsehen. “Niemand wird uns durch Bomben zum Schweigen bringen und niemand wird uns durch Schüsse zum Schweigen bringen.”

Bundeskanzlerin Angela MERKEL  (CDU) erklärte in Berlin: “Meine tiefe Anteilnahme gilt den Familien der Opfer, den Verletzten wünsche ich rasche Besserung. Die norwegische Regierung und das norwegische Volk sollen wissen, dass die Bundesregierung und die Deutschen solidarisch an ihrer Seite stehen. Wir alle, die an Demokratie und an ein friedliches Zusammenleben glauben, müssen solchen Terror verurteilen.”

Die Kanzlerin verurteilte das “entsetzliche Verbrechen”, für das Hass ein Motiv gewesen sein soll. Dieser Hass sei “unser gemeinsamer Feind.Hass auf den Andersartigen, auf den vermeintlich Fremden. Diesem Hass müssen wir, die an die Freiheit, den Respekt und das friedliche Zusammenleben glauben entgegentreten.” Bundespräsident Christian WULFF sandte ein Beileidstelegramm an König Harald V. von Norwegen.

NATO-Generalsekretär Anders FOGH RASMUSSEN nannte die Attentate in Norwegen “abscheulich”.  Norwegen ist mit rund 500 Soldaten am internationalen Militäreinsatz in Afghanistan beteiligt.  (BPA/ATB/ZDF/NZZ)

SPD-Chef Sigmar GABRIEL zeigte sich tief erschüttert und verurteilte im Namen der deutschen Sozialdemokratie die Taten. „Mit Entsetzen und tief erschüttert verfolgen wir die Nachrichten von der abscheulichen Gewalttat in Oslo und auf ein sozialdemokratisches Jugendlager“, sagte Gabriel. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und deren Angehörigen. Auch wenn die genauen Hintergründe der Tat zu dieser Stunde noch unklar seien, verurteile die deutsche Sozialdemokratie den „kaltblütigen Anschlag“ auf junge Menschen, die sich in und mit der sozialdemokratischen Jugendorganisation Norwegens auf den Weg gemacht hätten, sich in der norwegischen Gesellschaft für Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit zu engagieren. Gabriel: „Wir trauern mit den Menschen in Norwegen. Unsere Gedanken sind bei unseren sozialdemokratischen Freundinnen und Freunden in Norwegen.“ (Quelle: spd.de)

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