Telekom: Cyber-Attacken

GiNN-BerlinKontor.—Seit dem  27.11.2016 kommt es zu massiven Cyber-Attacken auf TELEKOM- Anschlüsse für Telefon, Internet und Fernsehen. Rund 900.000 Internet-Router sollen bundesweit betroffen sein. Die Geräte dienen der Einwahl ins Netz der Telekom und ermöglichen damit Telefonie, den Internet-Zugang und auch den Online-Fernsehempfang.  Die Störung betrifft – so TELEKOM – nur bestimmte Router-Typen. Staat, Wirtschaft und die Gesellschaft insgesamt müssten Cybersicherheit sehr ernst nehmen, so die Bundesregierung.

Die Staatsanwaltschaft Köln leitete ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt ein. Mit den Ermittlungen beauftragte die Strafverfolgungsbehörde das Bundeskriminalamt (BKA). Sie leitete das Verfahren wegen Datenveränderung und Computer-Sabotage von Amts wegen ein.

Innenminister Thomas de Maiziere regte wegen der Angriffe eine Änderung der Haftungsregelungen an. Diejenigen, die Inhalte produzierten oder transportierten, stünden in einer Verantwortung und Haftung. Immer wieder gebe es Angriffe von privaten und kriminellen Organisation – wie auch von Staaten -  z.B. Russland und China. Es gebe Hinweise, dass solche Angriffe “eine russische Ursache haben”.

Bereits im November 2011 hatte NATO-Generalsekretär Anders Fogh RASMUSSEN auf die “immer bedrohlicherer werdenden Attacken auf Computer- und Kommunikationssysteme hingewiesen. Militärische Hacker und Cyberspionage “offensichtlich staatlich gesteuert und finanziert” gefährdeten zunehmend die “westlichen” Verteidigungssysteme.

Nach dem Angriff auf hunderttausende Router von Kunden der Deutschen Telekom fordert der CSUnet – der Arbeitskreis der CSU für Netzpolitik – eine europaweite Updatepflicht für internetfähige Geräte.

Weltweite Cyber-Attacken auf Router von Telekom-Kunden zeige das globale Ausmaß der Bedrohung aus dem Netz. 93 % der mittleren und großen deutschen Unternehmen waren bereits IT-Angriffen ausgesetzt, durch die das Unternehmen ausspioniert oder geschädigt werden sollte. 22 %t haben täglich,19 % ein- oder mehrmals pro Woche mit externen Angriffen zu kämpfen, so der CSUnet

„Angesichts des Ausmaßes dieses Angriffs und der Tatsache, dass die Ursache bereits seit Jahren bekannt ist, erweitern wir unsere Forderung auf alle internetfähigen Endgeräte”, so die CSUnet-Vorsitzende Dorothee Bär, die auch Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur ist. Nach der Einschätzung von Experten erfolgte der Angriff über die Fernwartungsfunktion der Router. Seit 2014 sei bekannt, dass diese Funktion anfällig für Angriffe ist.

Der Beschluss zur Updatepflicht sieht vor, dass Hersteller in den ersten vier Jahren ab Erstverkauf in der EU Sicherheitsupdates für ihre Produkte bereitstellen müssen. „Da die betroffenen Router in der Regel an die Kunden vermietet wurden, müsse diese Updatepflicht für die Gesamtdauer der Miete gelten. „Wir müssen die Hersteller verpflichten, die Sicherheit ihrer Kunden zu schützen. Angriffe dieser Größenordnung sind eine zunehmende Gefahr für die Wirtschaft und die Bevölkerung” erklärte Bär.

Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte in Berlin, Deutschland müsse sich auf weitere Hacker-Attacken einstellen. Sie versicherte, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) werde alles für eine Aufklärung des Angriffs tun. Die sei jedoch “naturgemäß nicht einfach.” (Quellen:telekom.de/NATO. int/bundesregierung.de/csu.de)

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