Zuwanderung gestiegen

GiNN-BerlinKontor.—Seit dem 1.1.2014 haben Menschen aus Bulgarien und Rumänien vollen Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist die Zuwanderung nach dem EU-Beitritt 2007  aus beiden Ländern deutlich gestiegen. Im ersten Halbjahr 2013 stellten Zuwanderer aus Rumänien (67 000) und Bulgarien (29 000) hinter Polen (93 000) die größte Gruppe dar Weiterlesen

11 % mehr Zuwanderung

GiNN-BerlinKontor—Im ersten Halbjahr 2013 sind nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes 555 000 Personen nach Deutschland zugezogen. Das waren 55 000 Zuzüge mehr als im ersten Halbjahr 2012 (+ 11 % ). Damit gab es zum dritten Mal in Folge eine zweistellige Zuwachsrate bei den Zuwanderungen in einem ersten Halbjahr. Gleichzeitig zogen im ersten Halbjahr 2013 rund 349 000 Personen aus Deutschland fort (+ 10 % ). Insgesamt hat sich dadurch der Wanderungssaldo von 182 000 auf 206 000 Personen erhöht (+ 13 % ). Er blieb damit wie in den Vorjahren auf hohem Niveau.

Von allen im ersten Halbjahr 2013 Zugezogenen hatten 501 000 Personen eine ausländische Staatsangehörigkeit; dies waren 54 000 Personen (+ 12 % ) mehr als im ersten Halbjahr 2012. Die Zahl der Zuzüge deutscher Personen blieb dagegen mit rund 54 000 gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.

Die meisten ausländischen Zugezogenen stammten aus den Staaten der Europäischen Union (EU). Hier stieg die Zahl der Zuzüge um 9 % auf 334 000 Personen. Die Mehrzahl der ausländischen Zuwanderer kam dabei nach wie vor aus Polen (93 000), gefolgt von Rumänien (67 000) und Bulgarien (29 000). Wie schon im ersten Halbjahr 2012 stieg die Zuwanderung aus den EU-Ländern weiter an, die von der Finanz- und Schuldenkrise besonders betroffen sind: Aus Spanien wanderten 39 % , aus Portugal 26 % und aus Italien 41 % mehr ausländische Zuwanderer nach Deutschland ein. Aus Griechenland war die Einwanderung dagegen im Vergleich zum Vorjahr rückläufig (– 4,5 % ).

Aus den europäischen Staaten, die nicht der EU angehören, erhöhte sich die Zuwanderung insgesamt um 21 % , aus Afrika um 38 % , aus Amerika um 2 % und aus Asien um 14 % . Besonders stark stieg die Zuwanderung ausländischer Personen aus Syrien (+ 178 % auf 6 000 Zuzüge), der Russischen Föderation (+ 127 % auf 16 000 Zuzüge), Libyen (+ 219 % auf 2 000 Zuzüge) und Somalia (+ 143 % auf 1 000 Zuzüge).

Rund 349 000 Personen zogen im ersten Halbjahr 2013 aus Deutschland fort. Dabei wanderten hauptsächlich ausländische Personen (288 000) aus Deutschland ab; das waren 12 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der deutschen Auswanderer blieb dagegen mit 61 000 nahezu gleich.

Sowohl bei den Zuzügen als auch bei den Fortzügen ist zu beachten, dass sich keine Aussage darüber treffen lässt, ob sich die Personen vorübergehend oder dauerhaft in Deutschland aufhalten oder aufgehalten haben. (Quelle:Destatis)

Parteien zur Zuwanderung

GiNN-BerlinKontor.–CDU & CSU plädieren   “im Wettbewerb um Hochqualifizierte” aus anderen Länder für eine “Willkommenskultur”. Zuwanderer, die sich der Integration verweigern, sollten mit Folgen für ihren Aufenthaltsstatus und ihre Sozialleistungen rechnen. Ein EU-weites Reise-Register sollte “unkontrollierte Zuwanderung” beschränken. Die UNION will kein kommunales Wahlrecht für Ausländer. Die doppelten Staatsbürgerschaft lehnen CDU und CSU ab. Kinder aus Migrantenfamilien, die bei einer Geburt in Deutschland zunächst auch einen deutschen Pass bekommen, sollen sich später für eine Staatsangehörigkeit entscheiden. Weiterlesen

Hohe Zuwan­derung

GiNN-BerlinKontor.—Das Statistische Bundesamt teilt mit: Im Jahr 2012 sind 1 081 000 Personen nach Deutschland zugezogen. Dies waren 123 000 Zuzüge mehr als im Jahr 2011 (+ 13 %). Zuletzt hatte es eine so hohe Zuwanderungszahl im Jahr 1995 gegeben. Aus Deutschland fort zogen im Jahr 2012 insgesamt 712 000 Personen, 33 000 mehr als im Jahr 2011 (+ 5 %). Bei der Bilanzierung der Zu- und Fortzüge ergibt sich für 2012 ein Wanderungsüberschuss von 369 000 Personen – dies ist ebenfalls der höchste Wert seit 1995. Weiterlesen