Weltkrieg I: Mord in Sarajewo

GiNN-BerlinKontor.–-Im Juli/August 2014 jährt sich zum 100. Mal der Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Der Krieg begann wenige Wochen nach der Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand in Sarajewo am 27. Juni 1914. Kaiser Franz Josef I.,  der bis zu seinem Tod 1916 Kaiser von Österreich, König von Böhmen sowie Apostolischer König von Ungarn war, forderte 4 Wochen nach dem Attentat Serbien ultimativ auf, binnen 48 Stunden die “anti-österreichische Propaganda” zu beenden und sich an der Suche nach den Tätern zu beteiligen. Die Antwort kam aus St. Petersburg. Das mit Serbien verbündete Russland begann mit militärischen Vorbereitungen. Die Folge: Österreich-Ungarn erklärte am 28. Juli 1914 Serbien den Krieg. Russlands Zar Nikolaus II ordnet die Generalmobilmachung an. Am 1. August 1914 folgte die Kriegserkläung des Deutschen Reiches an Russland, am 3. August an Frankreich. Großbritannien erklärte dem Deutschen Reich am 4. August den Krieg. Weiterlesen

Weltkrieg I: Vor 100 Jahren

GiNN-BerlinKontor.–-Bundespräsident Joachim GAUCK lädt am 27. Juni, am Vorabend des 100. Jahrestages des Attentats von Sarajewo, zu einem Tag der Erinnerung und des Ausblicks ins Schloss Bellevue in Berlin ein. Schwerpunkte des Tages werden die unterschiedlichen europäischen Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg sein, die Entwicklung Europas in den vergangenen 100 Jahren und die internationale Theaterproduktion “Front”.

Am Vormittag begrüßt der Bundespräsident die internationalen Gäste aus Kultureinrichtungen, zeithistorischer Lehre und Forschung und der Politik. Anschließend werden Historiker aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, Kroatien, Polen, Russland, der Türkei und Deutschland über die Frage diskutieren, wie unterschiedlich in ihren Ländern an den Ersten Weltkrieg erinnert wird und welchen gemeinsamen Erfahrungshorizont es gibt.

Am Nachmittag wird der Bundespräsident die zweite Gesprächsrunde zum Thema “Der lange Weg durch ein Jahrhundert von Krieg und Frieden. Hat Europa aus dem Ersten Weltkrieg gelernt?” mit einer Ansprache eröffnen. Anschließend diskutieren Christopher Clark, Herfried Münkler, Michael Kelpanides und Karl Schlögel über die Entwicklung Europas seit 1914.

Am Abend lädt der Bundespräsident zu einer Aufführung von Auszügen aus der internationalen Theaterproduktion “Front” ein, die sich auf der Basis von Erich Maria Remarques “Im Westen nichts Neues”, Henri Barbusses “Le Feu” und Zeitdokumenten mit der Kriegserfahrung vor 100 Jahren auseinandersetzt. Mit der Produktion des Thalia Theaters Hamburg wird der Ehrenhof von Schloss Bellevue erstmals für eine Freiluftaufführung genutzt. (Quelle: bundespraesident.de)