Steuereinnahmen:€ 731,5 Mrd

GiNN-BerlinKontor.—Bund, Länder und Gemeinden können nach der aktuellen Steuerschätzung in den nächsten Jahren weiter mit moderat steigenden Steuereinnahmen rechnen, teilt das Bundesfinanzministerium in Berlin mit. Angesichts nur wenig veränderter gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen halten sich die Abweichungen gegenüber der Steuerschätzung vom Mai 2013 in engen Grenzen. Der “Arbeitskreis Steuerschätzungen“ rechnet mit Steuereinnahmen von € 620,5 Milliarden im Jahr 2013, die auf rund €731,5 Milliarden im Jahr 2018 ansteigen.

BMF: “An dem Ergebnis spiegeln sich die unverändert günstige gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die hohe Beschäftigung in Deutschland wider. Davon profitieren Unternehmen und private Haushalte durch steigende Einkommen und Gewinne. Die Inlandsnachfrage ist weiter robust und tragende Säule des Aufschwungs. Im internationalen Vergleich ist die deutsche Wirtschaft durch günstige wirtschaftliche Fundamentalfaktoren nach wie vor gut aufgestellt.

Der Bundesminister der Finanzen, Wolfgang SCHÄUBLE (CDU): „Die Einnahmebasis von Bund, Ländern und Gemeinden bleibt auch in den nächsten Jahren solide. Ein nachhaltig ausgeglichener Bundeshaushalt ist in greifbarer Nähe. Unser finanzpolitischer Kurs ist erfolgreich. Entscheidend sind gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft, um ein angemessenes Wachstum und einen hohen Beschäftigungsstand zu erreichen. Das führt auch zu einer guten Entwicklung der Steuereinnahmen. Allerdings zeigen die Ergebnisse der Steuerschätzung auch, dass die finanzpolitischen Spielräume begrenzt bleiben.“

Der Steuerschätzung liegen die gesamtwirtschaftlichen Eckwerte der Herbstprojektion der Bundesregierung zugrunde. Die Bundesregierung erwartet danach für dieses Jahr ebenso wie in der Frühjahrsprojektion einen Anstieg des BIP um real 0,5 %. Im Schätzzeitraum 2013 bis 2018 werden für das nominale Bruttoinlandsprodukt nunmehr Veränderungsraten von 2,6 % (2013), 3,3 % (2014) und jeweils 3,0 % für die restlichen Schätzjahre 2015 bis 2018 prognostiziert.

Die für die Steuerschätzung besonders relevanten Erwartungen zu den Bruttolöhnen und -gehältern wurden im Rahmen der Herbstprojektion nur wenig verändert. Gegenüber der Frühjahrsprojektion wird für das Jahr 2013 von einer um 0,2 Prozentpunkte niedrigeren Zunahme der Lohnsumme (+ 3,1 %) ausgegangen, während der Anstieg in den weiteren Schätzjahren jeweils um 0,1 Prozentpunkte höher ausfällt. Bei den Unternehmens- und Vermögenseinkommen wird die Zunahme ab dem Jahr 2014 voraussichtlich marginal geringer ausfallen als noch im Mai 2013 erwartet. (Quelle: bmf.de)

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