Steuereinnahmen € 593 Mrd

GiNN-BerlinKontor.—Bund und Länder verbuchten 2014 ein Aufkommen von € 593 Milliarden. Das sind 4 % mehr als im Vorjahr, so der Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums (BMF). Stark gestiegen ist der Anteil der Lohnsteuer.

Grundlage des Anstiegs der Steuereinnahmen – so das BMF – war die positive Wirtschaftsentwicklung in Deutschland. Diese ging mit deutlich steigenden Löhnen und Gewinnen einher. Daraus resultierten sowohl ein erneuter starker Anstieg des Lohnsteueraufkommens als auch eine anhaltende Aufwärtsentwicklung der Einnahmen aus den gewinnabhängigen Steuern. Dies gilt insbesondere für die veranlagte Einkommensteuer und die Körperschaftsteuer. Zudem schlug sich die gute binnenwirtschaftliche Nachfrage in einem entsprechenden Wachstum der Steuern vom Umsatz nieder.

Das Bruttoaufkommen der Lohnsteuer stieg im Haushaltsjahr 2014 auf 208,7 Mrd. €. Dies entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 4,8 %. Hiervon abzuziehen ist das aus dem Lohnsteueraufkommen gezahlte Kindergeld, welches im Vergleich zum Vorjahr mit einem Plus von 0,2 % etwas höher ausfiel. Im Ergebnis stieg das Kassenaufkommen der Lohnsteuer im Haushaltsjahr 2014 um + 6,2 % auf 168,0 Mrd. €.

Die veranlagte Einkommensteuer brutto verzeichnete im Haushaltsjahr 2014 Einnahmen in Höhe von 62,1 Mrd. €, was einer Steigerung von 5,1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Abzugsbeträge von Investitionszulage und Eigenheimzulage beeinflussten das Ergebnis nur unerheblich. Lediglich die Erstattungen an veranlagte Arbeitnehmer nach § 46 Einkommensteuergesetz (Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit) hatten mit einem Zuwachs von + 1,3 % und einem Volumen von 16,2 Mrd. € betragsmäßige Relevanz. Im Haushaltsjahr 2014 erhöhten sich die Kasseneinnahmen somit um insgesamt 7,9 % auf 45,6 Mrd. €.

Das Bruttoaufkommen der Körperschaftsteuer stieg im Haushaltsjahr 2014 um 2,3 % auf 20,4 Mrd. €. Nach Abzug der betragsmäßig vergleichsweise geringen Investitionszulage stieg das Kassenaufkommen im Haushaltsjahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um 2,7 % auf 20,0 Mrd. €.

Das Steueraufkommen der nicht veranlagten Steuern vom Ertrag war unterjährig stark durch Sondereffekte beeinflusst. Im Ergebnis stieg das Nettoaufkommen der nicht veranlagten Steuern vom Ertrag im Haushaltsjahr 2014 moderat um 1,0 % auf 17,4 Mrd. €.

Das Aufkommen der Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungserträge war im Haushaltsjahr 2014 gegenüber 2013 um 9,8 % rückläufig und lag bei 7,8 Mrd. €. Es kann angenommen werden, dass die hohe Volatilität am Aktienmarkt zu geringeren Einnahmen aus der Besteuerung der Wertpapiergeschäfte privater Anleger geführt hat.

Zudem führt das weiterhin anhaltend niedrige Zinsniveau zu einem allmählichen Rückgang des durchschnittlichen Zinssatzes von festverzinslichen Wertpapieren im Bestand. Dies mindert die Steuereinnahmen auf Zinserträge. EU-Quellensteuer wurde im Haushaltsjahr 2014 in Höhe von insgesamt 211,5 Mio. € überwiesen. (Quelle; bundesfinanzinisterium.de)

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