Steinmeier zur US-Wahl

 GiNN-BerlinKontor.–Der deutsche Außenminister Frank-Walter STEINMEIER (SPD erklärte zum Wahlausgang in USA: “Wir wissen nicht, wie Trump Amerika regieren wird. Es sind viele Fragen offen geblieben. Natürlich werden wir das Gespräch suchen, um Antworten auf diese Fragen zu bekommen.” Er hoffe sehr – so Steinmeier – “dass wir nicht vor größeren Verwerfungen in der internationalen Politik stehen.” Der designierte US-Präsident  Trump habe  im Wahlkampf  ”kritische Worte nicht nur zu Europa, sondern auch zu Deutschland gefunden.”. Man müsse sich darauf  einstellen, “dass amerikanische Außenpolitik für uns weniger vorhersehbar sein wird, und wir müssen uns darauf einstellen, dass Amerika geneigt sein wird, häufiger allein zu entscheiden.”

Er wolle – so der deutsche Außenminister  – ” nichts schönreden. Nichts wird einfacher, vieles wird schwieriger werden. Aber ich bin mir sehr bewusst, dass funktionierende transatlantische Beziehungen so etwas wie das Fundament des Westens sind. Deshalb dürfen wir dieses Fundament nicht preisgeben. Hinzu kommt: Es gibt unzählige Verbindungen zwischen unserem Land und den USA, die wir erhalten und pflegen müssen. So, wie wir Deutschen in der Vergangenheit viel von unseren amerikanischen Freunden gelernt haben, so dürfen wir jetzt unseren amerikanischen Freunden Mut zusprechen, zu den gewachsenen Partnerschaften in der Vergangenheit und damit auch zu uns zu stehen.” (Quelle:auswaertiges-amt.de)

Der frühere Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor ZU GUTTENBERG (CSU) hat den Wahlsieg von Donald Trump als “Weckruf für die Eliten in Europa” bezeichnet. Im Bayerischen Rundfunk sagte er, wenn ein Populist wie Trump entgegen aller Erwartungen und Vorhersagen Erfolg habe, dann sei dies ein Ergebnis, das zu denken geben sollte.

“Man kann nur hoffen, dass das nicht Platz greift und Schule macht, mit welch leichten Mitteln man letztlich die Menschen für sich begeistern kann”, so Guttenberg. Donald Trump werde sich als Präsident mit den “Realitäten von Regierungshandeln” auseinandersettzen müssen.

Guttenberg weiter: “Trump wird sich mit Charakteren umgeben müssen,die über mehr Erfahrung verfügen als er selbst. Darin begründet sich auch eine gewisse Hoffnung, die allerdings auf sehr niedrigem Niveau einsetzt.”

Zu Guttenberg warnte davor, “die USA jetzt sofort zu verteufeln und besserwisserisch mit dem Zeigefinger zu wedeln”. Es sei in sicherheitspolitischem und wirtschaftlichem Interesse, die “Kontakte in die USA nicht komplett abbrechen zu lassen”. (Quelle: BR)

Baron Guttenberg ist Mitglied im Center for Strategic and International Studies (CSIS) in Washington D.C. und Chef der Investmentfirma Spitzberg Partners – a corporate advisory and investment firm that provides strategic counsel on international political, economic, technology, and security matters. Sein Wohnsitz in USA ist Greewich/Connecticut)

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