Steinbrücks “Stinkefinger”

GiNN-BerlinKontor.-–AD REM—-Humor können “die Deutschen ” nicht. Das musste nun auch der SPD-Kanzlerkandidat Peer STEINBRÜCK rüde erfahren, als viele Teutonen sich über das Zeigen des so genannten Stinkefingers empörten. Die lustige Gebärdensprache des Peer Steinbrück als Antwort auf eine ziemlich dümmliche Spitznamen-Aufzählung gipfelte laut SZ-Foto-Interview mit dem Herausstrecken des digitus impudicus in Richtung des Fragestellers. Mega-komisch-affentittengeil, würde man wohl in der hirnrissigen Disco-Sprache sagen.

Eine Gebärdensprache – auch die des SPD-Kandidaten Steinbrück – ist nun mal  ”eine eigenständige, visuell wahrnehmbare natürliche Sprache, die zur Kommunikation genutzt wird.” Man muss sie nur können.

Was soll diese angeblich so respektlose Finger-Geste sagen? Das “showing of the middle finger” – wie die Amerikaner es nennen – ist dies wirklich ein schamloses, unzüchtiges Phallus-Symbol? Zunächst einmal übersieht man, dass die übrigen vier Finger einer Hand zur Faust geballt wird, und nur der provokative Mittelfinger versucht, das Gegenüber einzuschüchtern. Dabei wird der Daumen zwischen Zeige- und Mittelfinger auch noch eingeklemmt.

Der scheinbar erigierte Digitus wird allgemein als eine Drohung wahrgenommen. Soll aber auch heißen: “Vorsicht, Du taktloser Dummkopf, Du Klugscheisser! Fuck Off!”

Es wird erzählt, dass man Dieben oder Wilderen im Mittelalter den Mittelfinger abhackte, damit sie nicht mehr einen Bogen spannen konnten. Na ja – das bleibt P.S. hoffentlich erspart?!  Erwischte man aber zu Martin Luthers Zeiten einen schießwütigen Bösewicht, wurde zur Warnung der Finger gezeigt, mit der Drohung, dass der Schützenfinger abgetrennt werden könnte.

Die Angelsachsen sind Weltmeister in dieser durchaus auch politischen Finger-Gestik.”The gesture has been involved in notable political events”, kann man nachlesen. Notiert wird auch, dass “der Finger-Salut” vor allem in der Politik, in der Musik-Szene und bei Sportveranstaltungen zum Einsatz kommt. “In some modern cultures, it has gained increasing acceptance as a sign of disrespect, and has been used by music artists, athletes, and politicians.”

Bleibt eigentlich nur noch festzuhalten, dass Peer STEINBRÜCK “in guter Gesellschaft” fingert. Ronald REAGAN kommentierte als Gouverneuer von Kalifornien Demonstranten mit dieser “obscene hand gesture”, so die Presse damals. Ex-Vize-Präsident Nelson ROCKEFELLER reagierte so auf Zwischenrufer bei Wahlveranstaltungen, was in USA als “Rockefeller Gesture” in die Geschichte einging. Auch der Ex-Premierminister von Kanada ,Pierre TRUDEAU, zeigte Protestlern mehrfach den Mittelfinger.
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Ein Verfassungsgericht im US-Staat Connecticut stellte übrigens 2006 fest, das die “Geste mit dem Mittelfinger” keineswegs “obszön” sei, sondern lediglich “offensiv”: “The Connecticut Supreme Court ruled that gesturing with the middle finger is offensive, but not obscene.” Ein 16jähriger hatte einem Polizeibeamten den Mittelfinger unter die Nase gehalten, und der hatte ihn verklagt. Das Gericht verbuchte das Zeigen des Mittelfinger aber als ein “free speech issue” – als einen “Akt der freien Meinungsäußerung”.

Aber wir sind ja in Deutschland. Daher Achtung deutsche und ausländische Autofahrer mit und ohne Maut: Nach dem deutschen Strafgesetztbuch (StGB) § 185 erfüllt das Zeigen des Stinkefingers den Tatbestand der Beleidigung. Das kann nicht nur Punkte in Flensburg kosten, sondern auch Schmerzensgeld, wenn eine “schwerwiegende Verletzung des Persönlichkeitsrechts” damit verbunden ist. Auch sollte man den “Stinkefinger” am Lenkrad lassen und nicht in eine Video-Überwachungskamera strecken, dessen “Ehrgefühl” verletzt werden könnte. (Quelle: wikipedia)

 

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