Starker EURO wichtige internationale Leitwährung

GiNN-BerlinKontor.—Der Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Präsidiumsmitglied Rainer BRÜDERLE, hat im FOCUS Europa aufgefordert, seine gemeinsamen Interessen zu definieren. Durch eine vernetzte Strategie in Fragen der Währung, der Fortentwicklung des Binnenmarktes, der Stärkung der Regionen und der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik, wolle man die EU zu einer Europäischen Föderation weiterentwickeln. 

Die EURO-Krise und die neue multipolare Weltordnung stelle den Westen mit seinen Werten von Freiheit und Toleranz vor große Herausforderungen. Brüderle: “Nach 500 Jahren geht die kulturelle und wirtschaftliche Dominanz Europas und Amerikas zu Ende. Wenn Europa auch in Zukunft seine Freiheit, seinen Wohlstand und seine kulturellen Identitäten erhalten will, muss es ein kraftvoller Pol in dieser neuen Weltordnung sein.”

Ein maßgebliches Instrument zur Durchsetzung europäischer Interessen werde abei ein starker EURO als wichtige internationale Leitwährung sein. “Entweder behauptet sich Europa, in dem es neue internationale Strukturen in führender Position maßgeblich mitgestaltet, oder es marginalisiert sich”, schrieb Brüderele. “China tritt mit dem Renminbi zunehmend in Konkurrenz zum Dollar und baut seinen Einfluss weiter aus. In Anbetracht dieser Entwicklungen braucht Europa eine Währungsstrategie, die den Euro als internationale Reservewährung absichert und ausbaut.”

Der EU-Binnenmarkt bilde – so der FDP-Politiker – das Fundament der europäischen Integration, der jedoch trotz seiner Erfolge immer noch nicht vollendet sei. “Hier gilt es, die nach wie vor bestehenden Schranken für einen freien Kapital- und Güterverkehr zu beseitigen, um die enormen Potentiale auszuschöpfen. So muss der Binnenmarkt um eine digitale Komponente erweitert und die Potentiale des Dienstleistungssektors noch intensiver genutzt werden.”

Weiter heißt es: “Die Vielfalt Europas ist die Grundlage seiner Stärke. Nur mit selbstbewussten Regionen wird die Europäische Union von den Menschen akzeptiert werden. Ziel ist es deshalb, den innereuropäischen Wettbewerb, auch durch die Rückübertragung von Kompetenzen von EU- auf Nationalstaatsebene – etwa in den Bereichen der Agrar- und Regionalpolitik, zu stärken. Auch außen- und sicherheitspolitisch muss Europa, will es gehört werden, mit einer Stimme sprechen. Da die USA ihre Militärpräsenz in Europa reduziert, werden wir gezwungen sein, sicherheits- und außenpolitische Herausforderungen selbst zu bewältigen. Gleichzeitig verschärft die Finanzkrise die bereits angespannte Situation der Verteidigungsbudgets.”

Weiter schrieb Brüderle im FOCUS leisteten sich 27 nationale Armeen mit zusammen rund zwei Millionen Soldatinnen und Soldaten mit Verteidigungsausgaben von ca. € 160 Milliarden. “Mit dem Einstieg in eine Entwicklung, an deren Ende eine Europäische Armee steht, können mehrfach vorhandene Waffensysteme abgebaut, die Koordinierung von Ressourcen verbessert und in moderne Strukturen investiert werden.”, schlägt Brüderle vor. Eine fast schon reale Vision sei die “Einrichtung eines zivil-militärischen Hauptquartiers”.

Man würde auch nicht umhinkommen, über eine gesamteuropäische Verteidigungsindustrie nachzudenken. Auf den vier Strategiefeldern – Währung, Binnenmarkt, starke Regionen sowie Außen- und Sicherheitspolitik – werde sich zeigen, “ob Europa seinen globalen Einfluss in Zukunft wahren wird. Dabei können wir nicht mehr die Probleme des 21. mit den Lösungen des 20. Jahrhunderts bewältigen. Nicht was wir gestern waren, sondern was wir morgen zusammen sein werden, wird dabei von Bedeutung sein”, so Brüderle. (Quelle: liberale.de)

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